Wir reden über: The Hunger Games

„Okay, listen to me, you’re stronger than they are. You are. They just want a good show, that’s all they want. You know how to hunt. Show them how good you are.“

Und wieder mal hab ich mich in einen Film gewagt ohne die dazu nötigen Hintergründe zu kennen. Die Tribute von Panem basierend auf der gleichnamigen Buchreihe, sind nachdem Lord of The Rings, Harry Potter und Twilight zu Ende gegangen sind der neue grosse Hoffnungsträger für Roman- und Filmfans gleichermassen. Dass, der Film auch schnell mal mit den glitzernden Vampiren in eine Topf geworfen wurde, hätte eigentlich schon ausgereicht, damit ich mir das Ganze nicht gar nicht erst angesehen hätte doch eine Jennifer Lawrence ist halt keine Kristen Stewart, weshalb ich mich schlussendlich dann doch zu einer Sichtung entschloss, was wie ich im Nachhinein sagen muss eine äusserst weise Entscheidung war.

Story:

In einer weit entfernten Zukunft ist auf dem ehemaligen Gebiet von Nordamerika durch Katastrophen und Kriege die Nation Panem entstanden, welches in dreizehn Distrikte aufgeteilt wurde. Jedes Jahr finden, die sogenannte Hunger Games statt, wobei je ein Mädchen und ein Junge im Alter von 12-18 Jahren aus jedem Distrikt in die Hauptstadt Kapitol entsendet werden um in einem Wettkampf auf Leben und Tod Ruhm und Ehre für ihr Distrikt zu gewinnen. Die Junge Katniss Everdeen die aus dem 12. Distrikt stammt, meldet sich nach dem ihre Schwester Prim ausgewählt wurde freiwillig für den Wettkampf und merkt ziemlich schnell, nachdem sie dort dem Tod mehr als nur einmal ins Auge geblickt hat worum es bei der ganzen Veranstaltung eigentlich wirklich geht.

Stil:

Obschon ich wie schon erwähnt mit den Büchern nicht vertraut, war ich doch überrascht wie schnell ich mich doch eigentlich in der Welt von Panem zurecht fand und das obwohl der Film bewusst oder unbewusst darauf verzichtete grosses Hintergrundwissen zu sähen. Die Hunger Games selbst sind ja ein herrlich bitterböse Anspielung auf die heute schon an ihre moralischen Grenze stossenden Reality-TV Formate, die mit diesen futuristischen Gladiatorenkämpfen so ziemlich all ihr Fett weg bekommen und wie schon kürzlich bei In Time, wird hier eine Gesellschaft porträtiert in der die Menschen in einer ausgeschirmten Bereichen leben und sich damit abfinden müssen, in der Tod mittlerweile als selbstverständlich hingenommen wird. Was mich dann aber doch ein bisschen gestört hat ist, dass man nicht immer genau wusste wie man die ganzen Gewaltszenen zensieren sollte und doch die ab 13 Bewertung zu behalten und so hätte man doch lieber die Bewertung etwas höher gesetzt um dann doch ein paar (verwackelte) Blutspritzer mehr zu zeigen.

Charaktere:

Ich geben zu ich war etwas voreingenommen was die Performance von Jennifer Lawerence angeht, doch den Meinungen meiner mit Mitkinobesucher und den Kritikern zufolge, hat sie ihre Sache wirklich gut gemacht. Das Wechselspiel der Gefühle für ihre Schwester, ihren Mistreiter Peeta und Rue aber auch ihr Distrikt und dabei aber stets an ihrem Überlebenswillen zu denken verleihen der Figur mehr als nur eine Dimension. Die von vielen so an Twilight erinnernde Dreiecksbeziehnung zwischen Katniss, Peeta und ihrem Jugendfreund Gale ist erstens in keinster Weise mit Team Edward und Team Jacob zu vergleichen und zudem weiss man nie wirklich ob zumindest von Katniss Seite nicht alles nur Show ist. Eine durchaus überzeugende und dazu unterhaltende Darbietung lieferten vor allem Woody Harrelson als Haymitch, der einfach beweist, dass er einfach fast jede Rolle spielen kann, Stanley Tucci als gehypter Talkmaster Caesar Flickerman und Elizabeth Banks, die mit ihren Auftritten sogar Lady Gaga hätte Konkurrenz machen können.

Fazit:

The Hunger Games ist mehr als nur ein weiterer Versuch Hollywood mit immer wieder neuen Buchverfilmungen über Wasser zu halten. Man merkt dass man damit etwas aussagen wollte und starke überzeugende Charaktere erschaffen wollte und zumindest bei Katniss ist das vollkommen gelungen. Das Schauspielensemble liefert durchs Band überzeugende Leistungen ab und selbst wenn man jetzt dem Film, den misslungen Sprung zwischen Gewalt- und Familienkino vorwerfen könnte ist das bei weitem der einzige Kritikpunkt über den man leicht hinweg sehen kann. Schenkt man den momentanen Kritiken und Zuschauerzahlen glauben werden auch die folgenden Teile nicht lange auf sich warten lassen und so läuft der Film auch nicht Gefahr mit unrühmlichen Versuchen wie The Golden Compass, Spiderwick Chronicles oder Cirque du Freak: The Vampire’s Assistant in ein Schublade gesteckt zu werden.

Btw. Es sind von den Kritikern immer wieder Vergleiche mit dem japanischen Battle Royale angebracht worden. Kann mir jemand den Film empfehlen?

13 Responses to “Wir reden über: The Hunger Games”


  1. 1 sibel90 März 25, 2012 um 2:52 pm

    Habe mich gestern mit Freunden auch in den film gewagt. jedoch mit keinen allzu großen Erwartungen. und zumindest ich wurde positiv überrascht. Wobei der film für fsk 12 schon krass war… die Bücher werde ich mir jetzt nicht durchlesen, dazu interessiert mich die Story zu wenig. aber eine gute einmalige filmunterhaltung war es aufjedenfall.

    • 2 maloney März 25, 2012 um 4:53 pm

      Ja same here, da der Film offensichtlich ziemlich gut die Story abdeckt seheh ich dazu momentan auch noch keinen Bedarf…und auf Film 2+3 kann ich gut warten 🙂

  2. 3 donpozuelo März 26, 2012 um 8:31 am

    Und wenn du schon die ganzen unrühmlichen Beispiele anwendest, können wir ja dieses Mal wirklich sicher sein, auch noch den Rest der Geschichte erfahren zu dürfen. 😉

    Aber schon interessant, dass dieser Film so unerwartet einschlägt wie eine Bombe. Ich habe bis jetzt noch nirgendwo etwas wirklich negatives gelesen – das allein ist schon eine große Leistung.

    Und ja, wie du bei mir ja schon gelesen hast, „Battle Royale“ ist sehr empfehlenswert. Nur erwarte nicht, dass wie bei „Hunger Games“ die meisten üblen Sachen nach fünf Minuten vorbei sind 😉

    • 4 maloney März 27, 2012 um 6:58 am

      Ja das soll der Film denn er ist wirklich gut, bis auf die kleinen wie schon erwähnten Gewaltdarstellungsprobleme aber anyway…und das ich erwarte ich auch garn icht von Battle Royale 😀

  3. 5 spanksen März 28, 2012 um 2:28 pm

    Eventuell schau ich den am Wochenende, der läuft hier sogar im Kino 😉

  4. 9 k1von3 März 31, 2012 um 9:39 am

    Ich habe den Film auch gesehen – kenne jedoch das oder die Bücher nicht.

    Ich fand die Story unglaublich fesselnd – wenn auch das Ende ein wenig schlagartig da war.

    Ich mag auch Filme, die von Zukunft berichten – jedoch nicht zu abgespaced sind. (fliegende Autos und Co.)

    Kann ihn auch nur weiterempfehlen, gerne gesehen!

  5. 11 Butsch April 8, 2012 um 8:16 pm

    Musste als ich deine Kritik gelesen habe auch gleich an Battle Royale denken=) Ein Klassiker – hab den einst im Schweizer Fernsehen im Rahmen einer „Delikatessen“-Folge gesehen, der Film hat mich und Joey von Nerdy By Nerds damals ziemlich geflasht! Aufgrund dieses Filmes heist heute in vielen Shootern der „Alle gegen Alle – Modus“ einfach Battle Royale.

  6. 12 maloney April 8, 2012 um 8:33 pm

    Das Schweizer Fernsehen zeigt solches Zeugs, na toll und heute werden die Gebühren für inkompetente „Box-Office“ Moderatoren verschwendet!


  1. 1 Wir reden über: The Hunger Games: Catching Fire | The Sweet Nonsense Trackback zu November 25, 2013 um 10:39 pm

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