Wir reden über: The Last Unicorn

„I have forgotten that men cannot see Unicorns. If men no longer know what they’re looking at, there may be other unicorns in the world yet, unknown, and glad of it.“

Alle Jahre wieder! Wie die Weihnachtsgeschenke unter dem Christbaum und das Filet auf dem Teller an Heiligabend wiederholen sich auch immer die ewig gleichen Filmklassiker zum Christfest. Sei es nun Sissi, Der kleine Lord oder einer meiner persönlichen Favoriten, wenn auch nur aus reiner Nostalgiesüchtigkeit, Das letzte Einhorn.

Story:

In einem Wald lebt ein Einhorn aber irgendwie hat es schon seit längerer Zeit keine anderen Einhörner mehr gesehen und es beginnt sich zu fragen, ob es vielleicht das letzte Einhorn wäre? Kurz darauf verlässt es die Sicherheit des Waldes und beginnt mit der Suche nach anderen Artgenossen, wobei es von einem Schmetterling erfährt, dass der gefürchtete Rote Stier irgendetwas damit zu tun haben soll. Durch die Tatsache geschützt, dass Menschen Einhörner nicht sehen können, kann es (fast) unbehelligt durch die Lande galoppieren. Auf seiner Reise trifft es dabei auf den erfolglosen Zauberer Schmendrick und die Banditenbraut Molly Grue, die sich ihm anschliessen um zusammen versuchen das Rätsel um die verschwundenen Einhörner und des Roten Stiers zu lösen.

Stil:

Hauptverwantwortlich für die Umsetzung des Romans von Peter S. Beagle, waren neben Beagle selbst die beiden Animatoren  Jules Bass und Arthur Rankin Jr die mit ihrer Produktionsfirma Rankin/Bass auch schon The Hobbit und The Return of the King verfilmt haben. Die äusserst einzigartige Animationen wirkt teilweis mehr wie mittleralterliche Glasmosaiken als möglichst realistisch gestaltete Hintergründe und Figuren  und manchmal sogar fast ein wenig gruselig, zumindest empfand ich das als Kind so. Die Story an sich ist ziemlich geradlinig und bietet eigentlich keine allzu grossen Spannungspunkte, wobei man hier das dem Aspekt, dass es eigentlich immer noch ein Kinderfilm ist, zum Vorwurf machen könnte. Doch mit Szenen wie der Flucht der Harpyie oder der Figur des Roten Stiers an sich, der für mich schon immer der Satan höchstpersönlich war zog man wahrscheinlich nicht nur Kinder an.  Der Soundtrack hingegen ist auch heute noch zwar überaus kitschig aber dennoch finde ich besonders die Titelmelodie von der Band America immer noch fabelhaft und kriege immer noch stets eine Gänsehaut davon.

Charaktere:

Wenn ich ehrlich bin mochte ich das Einhorn und seine spätere Form Lady Amalthea nie so wirklich. früher weil ich es einfach zu girlymässig fand und heute weil sein Charaktere eigentlich ziemlich eintönig ist, die ganze Zeit ist es nur am jammern und lässt niemanden gross an sich heran, zwar begleiten sie Schmendrick und Molly aber auch sie schaffen es nicht wirklich zu ihm durch zu dringen. Auch als Mensch gibt sie jemanden der sie wirklich liebt, einem Korb, obschon sie doch selbst nur die Flucht aus der Einsamkeit sucht. Schmendrick hingegen war immer schon mein heimlicher Favorit, da ich eh eine schwäche für witzig-tolpatschige Comic-Relief Heldenfiguren habe auch wenn dessen Figur des öfteren mehr der Tragik anstelle der Komik den Platz überlässt. Desweiteren ist ausser König Haggard, der sowohl im englischen als auch im deutschen von Christopher Lee gesprochen wird, keine der anderen Charaktere wirklich interessant, da sie entweder zu eindimensional sind oder zu früh sterben.

 Fazit:

Den Film sollte man meiner Meinung nach wirklich nur zur Weihnachtszeit ansehen. Angefüllt mit Frohsinn, Wein und allerlei Köstlichkeit, sieht man über dessen Schwächen leicht hinweg und sich an einem schönen Rössli, einer, wie ich finde tollen Musikbegleitung und einer guter Fantasygeschichte, wo zwar der Kitsch über die Spannung dominiert, aber man sich trotzdem alle Jahre wieder daran erfreut.

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14 Responses to “Wir reden über: The Last Unicorn”


  1. 1 Julian Dezember 25, 2011 um 4:08 pm

    Kenne den Film nicht, aber America ist eine meiner Lieblingsbands. So geiler Harmoniegesang.

  2. 8 bullion Dezember 25, 2011 um 7:47 pm

    Den Film habe ich als Kind einerseits geliebt und andererseits gehasst, weil ich so unglaubliche Angst vor dem roten Stier und dem Skelett im Verlies hatte. Dann war der Film einige Jahre Pflichtprogramm zu Weihnachten, doch nun habe ich ihn bestimmt schon 5 Jahre nicht mehr gesehen, dafür aber vor ein paar Wochen die Blu-ray erstanden. Wird also Zeit für eine Sichtung!

    • 9 maloney Dezember 25, 2011 um 9:54 pm

      Nö, der Rote Stier und das Skelett (das fand ich sogar immer echt witzig) waren bei mir erstaunlicherweise kein Problem…aber die Harpyie war wirklich übel wie die da die Hexe und ihren henchmen abmurxt übelst…auch heute noch!

  3. 10 Xander Dezember 27, 2011 um 9:00 am

    Kenne den Film nicht – habe nach deinem kleinen selbstverfassten Text auch kein wirkliches Bedürfniss – von wegen Kitsch und so…

  4. 12 Xander Dezember 27, 2011 um 1:40 pm

    Also nicht der Text an sich, sonders schon die Tatsache, das du extra erwähnst der Film sei kitschig macht ihn für mich eher weniger interessant.


  1. 1 Wir reden über: The Hobbit « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Dezember 17, 2012 um 11:52 am

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