Wir reden über: The Nightmare Before Christmas

What’s this? What’s this? There’s color everywhere! What’s this? There’s white things in the air! What’s this? I can’t believe my eyes, I must be dreaming; wake up, Jack, this isn’t fair! What’s this?

Die drei grossen klassischen amerikanischen Feiertage sind Weihnachten, Thanksgiving und Halloween. Von Weihnachten gibt es schon mehr als genug Filme, wobei die meisten davon so mies sind, dass man beinahe, dass Gefühl hat in Hollywood geht jedes Jahr von neuem ein Wettbewerb für den schlechtesten Film zum Christfest von statten. Thanksgiving ist ausser dem fast unanständigen und abnormen aufhäufen von Nahrungsmitteln eigentlich nicht sonderlich interessant. Der letze davon Halloween ist zugleich der spassigste der drei und vor allem in der Halloween-Reihe und natürlich in Tim Burtons unvergesslichem Klassiker Nightmare Before Christmas präsent.

Story:

Halloween-Town ist als Heimat des gleichnamigen Feiertags, Ursprungsort von Schrecken und Grusel jeglicher Art. Die Bewohner sind natürlich allesamt sie bekanntesten Monster der Filmgeschichte, die stets ihrem Kürbiskönig Jack Skellington huldigen und ihm zu Ehren jedes Jahr zu Halloween ein grosses, pompöses Fest feiern. Doch Jack scheint sich mittlerweile zu sehr an dieses Trara gewöhnt zu haben und er sucht nach einer neuen Herausforderung. Als er bei einem Spaziergang Gedankenversunken plötzlich in der Weihnachtswelt bei der Fabrik des Weihnachtsmanns landet, ist er derart fasziniert von dem bunten Treiben, dass er unbedingt selbst ins rot-weisse Köstum schlüpfen will um am Weihnachtsabend Geschenke unter den Christbaum zu legen. Doch das einzige was Jack je kannte war Schock und Grusel, weshalb das diesjährige Fest nicht ganz so froh ist wie auch schon ausfällt.

Stil:

Obschon der Film sich eigentlich an ein jüngeres Publikum, namentlich, Kinder richtet, kann er auf solche stellenweise ziemlich düster oder zumindest sehr verwirrend wirken, dennoch merkt man immer wieder, dass er eigentlich mehr amüsieren als erschrecken will und soll. Dass klassische Stop-Motion Verfahren, dass hier angewendet wurde, verleiht dem ganzen den Touch einer skurrilen Puppenshow, bei der man doch jede der einzelnen Figuren sich am liebsten möglichst für jeden sichtbar ins Regal stellen will. Ich kann auch wirklich mit Fug und Recht behaupten, dass von ll den gesungenen Liedern, mir noch jedes davon ziemlich gut in Erinnerung geblieben ist, allen voran natürlich This is Halloween, dass sich mittlerweile zur mehr oder weniger offiziellen Hymne der Gruslenacht entwickelt hat, aber auch Gesangseinlagen wie Poor Jack oder Oogie Boogies Song haben die perfekten Voraussetzungen für einprägende Ohrwürmer.

Charaktere:

The Nightmare Before Christmas ist Burtons erste Zusammenarbeit mit Disney seit er als eigenständiger Regisseur, Produzent  und Drehbuchautor unterwegs ist, wobei man aber seinen Stil in jeder Sekunde des Films erkennt aber auch jener der Traumfabrik. So verkörpert Jack ziemlich gut, die Charaktereigenschaften einer typischen „Disney-Prinzessin“, wenn man das hier so salopp ausdrücken mag, eigentlich hat er ja eine ganze Gemeinde die ihn verehrt und liebt, allen voran die schüchterne Sally, hinter sich und trotzdem sehnt er sich nach Veränderung und mehr und merkt, dann erst zum Schluss, dass gerade diese Veränderung ihn eigentlich dazu gebracht haben das zu schätzen was er hat. Dennoch sind die meisten Pro- und Antagonisten burtonesque Unikate, die vor allen durch ihr ausgefallenes Charakterdesign auffallen, so wie der beinahe roboterhafte Doktor Finkelstein, die fiesen drei Helferleinchen Lock Shock & Barrel oder natürlich Oggie-Boogie, der wenn wir wieder zurück zum Disney-Stereotyp zurückkehren, wirklich ein ziemlich furchterregender Bösewicht in dessen Reihen abgibt, was allein nur schon den tollen Schwarzlichteffekten zu verdanken ist.

Fazit:

Halloween und Weihnachten zu verbinden klingt im ersten Moment ja eigentlich genauso lächerlich, wie eine Zusammenarbeit von Burton  und Dinsey (obwohl dieser ja jahrelang als Zeichner und Animator dort angestellt war) doch die liebevoll gestalteten Gruselfratzen der Bewohner von Halloweentown zu sehen, als sie zum ersten mal den ach so schrecklichen „Sandy Claws“ erblickten, zeigt, dass sie eigentlich auch nur Unwissende in der grossen weiten Welt der Feiertage sind, die eigentlich niemanden wirklich Schaden wollen, naja mit Ausnahme von Oogie-Boogie  vielleicht…den wie hiess es doch schon im  Titellied „thats our job, but we’re not mean, in our town of halloween„. Best Holiday-Crossover EVA!!

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16 Responses to “Wir reden über: The Nightmare Before Christmas”


  1. 1 bullion Oktober 31, 2011 um 8:43 pm

    Yep, sehr schöner Film. Habe ich bisher aber immer eher zu Weihnachten gesehen.

  2. 3 Julian Oktober 31, 2011 um 8:46 pm

    Oggie-Boogie wurde ja an Cab Calloway orientiert. Passt echt perfekt und ich liebe Film + Soundtrack. http://youtu.be/8mq4UT4VnbE

  3. 4 christian Oktober 31, 2011 um 9:08 pm

    Hihi, den habe ich grad vorhin gesehen 🙂 Ist auch meine einzige Halloween-Tradition: einmal im Jahr diesen Film gucken. Am Ende freue ich mich dann jedes Mal wieder aufs Fest und blicke dem schrecklichen November dazwischen wieder etwas ruhiger entgegen.

    • 5 maloney Oktober 31, 2011 um 9:21 pm

      @Julian: Ist das der gleiche wie bei Blues Brothers?…und was der Typ genommen hat, will ich auch!
      @christian: Hat der November eignetlich irgendeinen Sinn?

      • 6 Julian Oktober 31, 2011 um 9:28 pm

        Yep, der aus Blues Brothers. Die waren damals schon echt drauf. Aber gegen Sceamin‘ Jay Hawkins ist der noch harmlos. Da gibt’s Aufnahmen, die konnten erst in den 70ern erscheinen, weil sie für die 60er zu schräg waren.

  4. 7 Nils Oktober 31, 2011 um 9:35 pm

    Habe den FIlm leider noch nicht gesehen aber kenne Geschichte und Charaktere vom Spiel Kingdom Hearts 1 & 2!

    Aber ein Weihnachtsfilm ist das für mich auch nicht.

  5. 8 donpozuelo Oktober 31, 2011 um 9:48 pm

    Ich finde den Film auch schwierig einzustufen, tendiere dann aber auch mehr zum Weihnachtsfilm 😉

    Ist ein sehr schöner Film, den ich zu meiner Schande erst einmal gesehen habe. Muss ich dringend mal nachholen. (Dann zu Weihnachten 😉 )

  6. 9 maloney Oktober 31, 2011 um 10:20 pm

    @Nils;: Herrgott ich LIEBE Kingdom Hearts…und ein bisschen mehr noch Nummer 2…WANN KOMMT NR.3??!!
    @Don: Ich glaube es kommt darauf an ob man ihn zum ersten mal im Herbst oder zu Weiohnahcten gesehen hat….gut bei mir war es Sommer aber kommt trotzdem Halloween näher als Weihnachten 😛

  7. 10 Marc November 1, 2011 um 11:33 am

    Schade finde ich immer, dass in der USA ein Fest so richtig gefeiert wird. So richtig richtig. Halloween hier in der Schweiz ist etwas, dass eher hinter den Kulissen seinen Ablauf nimmt. Irgendwie einfach zu wenig promotet, oder so. Und ich vermisse hier Thanksgiving. Ich will auch mal so richtig reinhauen beim Essen. An Weihnachten gibt’s immer nur Fondue Chinoise = Warten bis ein winziges Stück Fleisch durch ist. 😛

  8. 12 Celina November 1, 2011 um 1:14 pm

    Uiuiui, Lieblingsfilm! Also einer davon. Aber auf jeden Fall von Tim Burton.
    Ich kann mich aber noch erinnern, den Trailer davon im Kino gesehen zu haben, ich glaube ich war in König der Löwen (wenn das denn zeitlich passt) und somit zarte 4 Jahre alt. Ich hatte so dermaßen Schiss bei diesem Trailer… besonders die Stelle, wo der dürre und somit für mich obergruselige Jack diesen Spiral Hill hinabläuft, der sich dann aufdreht, damit Jack den Boden erreicht. König der Löwen fand ich super, nur konnte ich wegen dieser Szene eine Woche lang nicht schlafen. Also aus eigener Erfahrung würde ich diesen Film einem zuuu jungen Publikum nicht zeigen. Andererseits sind die Kiddies heutzutage viel abgehärteter.

  9. 13 spanksen November 1, 2011 um 5:02 pm

    Hat mir auch sehr gut gefallen der Streifen, Tim Burton Filme sind eh fast alle großartig

  10. 14 Lichtschwert November 1, 2011 um 9:02 pm

    Kann es sein, dass ihr (Owley und du) euch viele Filme zusammen anschaut?


  1. 1 Wir reden über: Frankenweenie | Jason Auric - Sweet Nonsense Trackback zu Februar 23, 2013 um 12:20 pm

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