Wir reden über: Batman Forever

Holey rusted metal, Batman! – Huh? – The ground, it’s all metal. It’s full of holes. You know, holey.“

Es gibt Fortsetzungen die scheiterten an einer schlechten Story, die nicht an den Vorgänger herankamen, an zweitklassigen Schauspieler oder an einem Wechsel in der Regie. Genau dies geschah bei Batman Forever und dessen unsäglichem Nachfolgers Batman & Robin von Joel Schuhmacher, den ich aber zum Glück erst im nachhinein reviewen muss…wobei ich mir sicher bin, dass dabei noch etliche Faktoren mehr zum Zug kamen

Story:

Harvey Dent alias Two-Face hält Gotham mit einer Reiher von Überfällen und Geiselnahmen in Atem und wie jedes mal wird dann Gothams zuverlässiger Retter Batman auf den Plan gerufen, wobei er diesmal auch auf die Unterstützung der attraktiven Psychologin Dr. Chase Meridian zählen kann, die ziemlich fasziniert vom maskierten Flattermann zu sein scheint. Aber auch in „zivil“ scheint man Bruce Wayne nicht immer wohlgesinnt zu sein, denn als dieser die Experimente eines gewissen Dr. Edward Nygma bei Wanye Enterprises stoppt, beginnt der mysteriöse Riddler ebenfalls damit Verbrechen im grossen Stil zu begehen, wobei diese zusätzlich noch mit Rätseln ausgestattet sind.  Zudem muss sich Bruce jetzt auch noch um den jungen Dick Grayson kümmern, der als Sohn einer Akrobatentruppe, während eines Angriff von Two-Face seine gesamte Familie verloren hat und nun nach Rache sinnt.

Stil:

Tim Burtons Batman war düster, melancholisch, eigensinnig und genial.  Schuhmachers Batman ist bunt, schrill, lächerlich und zum kotzen. Hat niemand bei DC oder zumindest bei Warner Bros. vorher einen Blick auf den Mist geworfen, den der Mann da ablieferte? Wenn auch Burton versuchte nie wirklich einen extrem realistischen Touch seinen Filmen zu verleihen, so schaffte er doch immer das Publikum davon zu überzeugen, dass  das eben nun mal seine Vorstellung von Batmans Welt ist und man nahm ihm das zu Hunderprozent ab. Doch was einem hier geboten wird ist schlicht einen Beleidigung für Comic- und Filmfans gleichermassen.  Das ist weder Science Fiction noch Comedy, zwar basiert das ganze auf einer Comicvorlage aber das heisst nicht, dass man auch dessen Proportionen übernehmen muss. Gotham und sein drumherum wirken nicht im entferntesten glaubwürdig, geschweige den ansprechend, von der Starlight Express-Bathöhle will ich jetzt gar nicht erst anfangen.

Charaktere:

Bruce Wayne rückt im Gegensatz zu den beiden Vorgängern viel stärker in Zentrum des Geschehens, was aber dem Film nicht wirklich voran bringt, da erstens Val Kilmer eine ziemlich schwache Leistung abgibt und zweitens es eigentlich gar keine Berechtigung dafür gibt. Zwar wurde ansatzweise erwähnt, dass er mal mit Harvey Dent befreundet war aber weder bei einem Aufeintreffen der beiden noch von Two-Face Seite wird darüber auch nur ein Wort verloren. Da hat oberflächlich gesehen Dick Grayson als Robin schon ein wenig mehr Tiefe, da Two-Face für den Tod von dessen gesamter Familie verantwortlicher ist, doch fehlt dem Chris O’Donnell einfach schlicht jegliche Fähigkeit dies irgendwie glaubhaft rüberzubringen, zudem erinnert sein Robin mehr an den späten Nightwing als an den typischen Boy Wonder. War Harvey-Dent in den Comics ein zerrissener, gequälter Geist, der wirklich zwei Persönlichkeiten in sich beherbergte, bin ich mir ziemlich sicher, dass Tommy Lee Jones entweder überhaupt keine Nachforschungen über die Figur anstellte oder anstellen liess oder einen ganz anderen Charakter darstellte, den die Darbietung die er abgibt, kommt mehr an Jack Nicholsons Joker als an das Doppelgesicht heran. Jim Carrey, kann man von dem her keinen Vorwurf machen, da er einfach nur komisch-lächerliche Figuren darstellen kann, was beim Riddler auch keine Ausnahme war, obwohl seine Vorstellung noch die Überzeugendste von allen war. Über Nicole Kidman kann ich einfach lediglich nur sagen..“Hallo du Vicky Vale Klon

Fazit:

Tim Burton war zwar noch als Produzent mit an Bord aber von Glanz oder eben nicht Glanz seiner Meisterwerke ist nichts mehr zu spüren. Joel Schuhmacher machte daraus lächerliche Parodien, die weder den Comics noch den beiden Vorgängern auch nur den geringsten Respekt zollen. Kleine und Grosse Änderungen wie die Auswechslung von Micheal Keaton durch Val Kilmer oder die Einführung von Batmans Siderkick Robin, sorgten dafür, dass der Dunkle Rächer seinen unvergleichlichen Charme verlor und zur Lachnummer wurde, Adam West lässt grüssen kann ich da nur sagen und das Schlimme ist, dass dies noch die bessere der beiden Fortsetzungen ist!

Review Rating 4.0

4/10

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6 Responses to “Wir reden über: Batman Forever”


  1. 1 donpozuelo September 26, 2011 um 9:09 am

    da gewöhnte man sich gerade an Michael Keaton als Batman und bekommt nach zwei Filmen Val Kilmer vorgesetzt. Was die Wahl der Hauptdarsteller anging, waren die anfangs nicht sonderlich kreativ.

    Das einzige, was mir an Batman Forever immer noch halbwegs gefallen hat, war tatsächlich der Riddler. Ansonsten ist das hier der Anfang vom Ende. Spätestens mit George Clooney und der einführung von Batgirl UND Robin wird’s dann richtig unerträglich.

  2. 3 Dos Corazones September 27, 2011 um 1:07 pm

    Ich stimme zu, bis auf einen wichtigen Punkt: Jim Carrey kann sehr viel mehr als lächerliche Charaktere darstellen! Und damit meine ich auch glaubhaft. Sein Riddler ist mir dann allerdings zu aufgedreht. Gepflegtes Over-Acting eben…


  1. 1 Wir reden über: Batman & Robin « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu September 27, 2011 um 5:39 pm
  2. 2 Wir reden über: Batman Begins « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Oktober 2, 2011 um 10:15 am

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