Wir reden über: Green Lantern

„In brightest day, in blackest night, no evil shall escape my sight, let all who worship evil’s might,  beware my power, Green Lantern’s light! „

Marvel oder DC? Ist ja eine essentielle Frage die irgendwann jeden anständigen Nerd beschäftigt. Auch wenn ich zwar sehr wohl mit Batman aber dennoch mehr mit Spiderman und den X-Men aufgewachsen bin, konnte ich mich nie so richtig für den Verlag mit den zwei Buchstaben begeistern. Marvel hat hier einfach die besseren Konzepte ausgeklügelt, Typen wie Wolverine , Punisher oder der Hulk sind schlichtweg die härteren Typen und dagegen kommt kein Superman an. Deshalb überrascht es auch nicht, dass ich nach der Ankündigung eines Green Lantern Films nicht sofort Luftsprünge machte, den dieser ist ja wenn mal ehrlich ist eine der langweiligsten Figuren aus dem DC-Universums.

 Story:

Seit Jahrmillionen ist das Green Lantern Corps Hüter über die Sicherheit im Universum. Vom Planteten Oa aus, wo sie durch die grüne Energie des Willens, mit ihren Powerringen, die all ihre Gedanken materialisieren können, beschützen sie etliche Galaxien in über 3000 Weltraumsektoren. Einst konnte der stärkste von ihnen, Abin Sur, das schreckliche Wesen Parallex, welches sich von Angst ernährt und die grösste Bedrohung war die dem Corps je gegenüberstand, auf einem fernen Planeten gefangen nehmen und dort einsperren. Durch unglückliche Umstände konnte es aber entkommen und ist erneut dabei etliche Welten zu zerstören, weshalb sich das Corp angeführt von Abin Sur ihm ein weiteres mal entgegen stellt. Während einer Schlacht wird dieser aber schwer verletzt und muss sich auf dem nächsten bewohnten Planteten absetzen.  Wissend, dass es mit ihm zu Ende geht, beschliesst er seinen Ring an einem furchtlosen und heldenhaften Kämpfer dieses Planeten zu vermachen um so den Fortbestand des Corps zu sichern. Mit dem jungen Jetpiloten Hal Jordan scheint der Ring seinen Auserwählten gefunden zu haben, doch ist dieser nicht wirklich sicher ob er dieser Aufgabe gewachsen ist.

Stil:

Man merkte schon, dass man sich an den erfolgreichen Marvel-Verfilmungen wie Iron Man oder Thor orientieren und auch deren Stil zu imitieren versuchte. Teilweise ist dies mit Anspielung auf andere popkulturelle Erscheinung noch gelungen, so als Hal den Eid der Lanterns mit „To infinite and beyond!“ oder „By the Power of Grayskull!“ sprechen wollte oder als Sinestro in einem Trainigskampf plötzlich den Schild von Captain America hervorzog andererseits, wirkte alles stellenweise auch sehr erzwungen. Das Design des Heimatplanteten des Corps und deren Kostüme waren zwar beeindruckend animiert, wirkten dennoch aber nie richtig glaubhaft, erschwerend kam hinzu,dass die 3D-Technik nie wirklich zum Zug kam und zeitweise extrem verwackelt wirkte. Einen grossen Pluspunkt hingegen gebe ich dem Film aber für die Animation der einzelnen  ausserirdischen Charaktere wie dem Fischmenschen Tomar-Re oder Kilowog der wie eine Kreuzung aus Schwein und Oger aussah.

Charaktere:

Ryan Reynolds machte seine Sache zwar gut aber man sah ihm vor allem in den Szenen mit Filmpartnerin Blake Lively an, dass der Gute sich eigentlich mehr im romantisch-komödiantischen Bereich zu Hause fühlt. Zudem ist Green Lantern wie Superman eine viel zu strahlende Figur, die nie wirklich grosse Konflikte zu bewältigen hatte, zwar gab man ihm  anfangs gewisse Selbstzweifel und die Ansicht, dass  er nicht gut genug für das aus Superaliens bestehende Eliteteam ist aber spätestens nachdem er den Ring dazu benutze um damit seiner Angebeteten zu imponieren, verflüchtigte sich bei mir das Mitleid. Ein mittlerweile auch überhandnehmendes Phänomen, ist dass die weiblichen Begleitungen der Helden eigentlich durchs Band komplett eindimensional ausfallen, denn mehr als Beine und Busen hat man auch von Miss Lively nicht gesehen, was jetzt aber nicht unbedingt was negatives sein muss :P. Peter Sarsgaard macht für die Vorlage die ihm geboten wurde seine Sache als Hector Hammond eigentlich ziemlich gut und nachdem er zum mit Riesenstirn ausgestatteten Superschurken mutiert weiss man, dass der Film sich sehr stark an einem Comic orientiert. Daneben waren Mark Strong als strenger Sinestro und Geoffrey Rush als Tomar-Re, die Highlights während Hals Ausflügen auf Oa.

Fazit:

Green Lantern ist ein solider Actionfilm, dessen Story gradlinig und vorhersehbar ist und deshalb eigentlich gut für ein grosses Publikum geeignet ist. Wie vielleicht keine andere Comicverfilmung orientiert man sich extrem stark an der Vorlage, was es aber uneingeweihten ziemlich schwer macht der ganzen Hintergrundgeschichte der Lanterns zu folgen. Zwar werden immer wieder kleine Hinweise gegeben aber dennoch wissen dann wohl auch nur Hardcoregeeks wovon da gerade gesprochen wurde. Meiner Meinung hätte man auch getrost auf die dritte Dimension verzichten und die Effekte an sich ein wenig verfeinern können, den zwischendurch hatte ich wirklich, dass Gefühl, dass meine Brille kaputt wäre.

5 Responses to “Wir reden über: Green Lantern”


  1. 1 spanksen August 11, 2011 um 1:56 pm

    Kommt auf meine „To-watch-auf-Blu-ray-und-nicht-im-Kino“ Liste


  1. 1 Wir reden über: The Lone Ranger | The Sweet Nonsense Trackback zu August 9, 2013 um 3:34 pm

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