Wir reden über: Cowboys and Aliens

„Demons took your gold. When you get to Hell, you can ask for it back.“

Wenn man es sich eigentlich recht bedenkt ist die Idee Cowboys und Aliens gegeneinander antreten zu lassen ziemlich bescheuert, so bescheuert dass sie schon wieder genial ist. Das ganze Konzept  basiert ja auf einem Comic aus dem Jahr 2006 indem es wie gesagt um ein paar Western Haudegen und Indianer geht, die eine feindliche Invasion von Ausserirdischen abwehren müssen. Das Spektakel startet ja hierzulande eigentlich erst am 25. August aber da man am diesjährigen Filmfestival in Locarno beschloss etwas mehr auf  Hollywood und Glamour zu setzen, fand die Europapremiere, natürlich in meiner Anwesenheit, deshalb schon gestern statt.

Story:

Ohne jegliche Erinnerung und mit einer seltsamen Apparatur am Handgelenk wacht ein junger Fremder mitten in der Prärie auf. Nach einem Angriff durch Kopfgeldjäger die er sich vom Hals schaffen kann, landet er in der nächstgelegenen Ortschaft wo er nach Antworten zu suchen beginnt. Dort angekommen findet er zwar heraus, dass sein Name Jake Lonergan ist, legt sich dabei aber auch gleich mit der halben Stadt an. Unter anderem mit dem Sheriff  oder Percy dem Sohn des Vieh- und Grossgrundbesitzers Woodrow Dolarhyde, wobei er natürlich prompt dessen Zorn auf sich zieht, auch weil Jake diesem einst Gold gestohlen haben soll. Als Jake und Percy kurz davor sind dem Federal Marshall übergeben zu werden, taucht Dolarhyde auf und fordert seinen Sohn und das Gold von Lonergan ein, da wird aber die gesamte Stadt urplötzlich von unbekannten  fliegenden Objekten angegriffen, wobei  fast die Hälfte der Einwohner von diesen entführt werden. Dolarhyde beginnt sofort einen Suchtrupp zusammen zu stellen, bei dem er unbedingt Jake dabei haben will, da dessen „Armschmuck“ das einzige zu sein scheint was die Angreifer aufhalten kann.

Stil:

Der Film kombiniert in gewohnter Hollywoodmanie Western- mit Science Fiction Elemente und nach Rango und True Grit war dies bereits mein dritter Western dieses Jahr, wobei man schon merkte, dass die Macher sich nicht allzu grosse Mühe gaben historische Korrektheit zu erzeugen. Allein schon beim Anblick der Indianer fühlte ich mich als wäre ich in einem Karl May Film gelandet. Auch die Aliens wirkten nicht gerade so als ob man als erstes Ziel verfolgte filmgeschichtliche Unikate zu kreieren, wie es zum Beispiel in Alien oder Predator der Fall war. Dennoch oder gerade deswegen machte es Spass den Ekelviechern zu zusehen wie sie dann einer nach dem anderen auf Teils äusserst kreative Weise malträtiert und abgeschlachtet  wurden.

Charaktere:

Zwar ist jeder der einzelnen Protagonisten im Grunde ziemlich austauschbar und der Fokus lag sicher mehr auf der Story als der Charakterentwicklung. Zwar macht Harrisons Fords Figur Dolarhyde die Wandlung vom anfangs rachsüchtigen, indianerverachtenden Landbesitzer zum tapferen und ehrenvollen Mitstreiter durch, doch ich vermute dies lag mehr daran, dass man sich einfach nicht damit abfinden konnte Indiana Jones einen Bad Guy spielen zu lassen. Daniel Craig mimt den gewohnt ruhigen Actionhelden, der jederzeit seine Faust bereit hält doch eigentlich erwartet man auch nicht viel mehr von ihm. Äusserst nett anzusehen war zwar Olivia Wilde als mysteriöse Ella, doch ihr Part war doch bis kurz vor Schluss nicht von sonderlich grosser Wichtigkeit und hätte auch von jedem anderen im Film übernommen werden können. Nebenfiguren wie Sam Rockwell als schusseliger Doc, Paul Dano als hysterischer Percy oder Last Airbender Opfer Noah Ringer sorgten zwischendurch immer wieder für die obligatorischen johnfavreautypischen Komikszenen.

Fazit:

Cowboys and Aliens ist zwar Hollywoodkino, doch kann durchaus auch ein wenig als Parodie der dort so populären Scinece Fictionmanie und früherer Westernerfolge angesehen werden.  Man bediente sich typischer Klischees und liess sie gekonnt zu einem durchaus gelungene Actionfilm verschmelzen. Der Film sollte wie auch zum Beispiel Sucker Punch nicht allzu ernst bewertet und aufgrund seiner guten Effekte und tollen Actionszenen geehrt werden

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12 Responses to “Wir reden über: Cowboys and Aliens”


  1. 1 Laosüü August 7, 2011 um 5:00 pm

    Indy als Bösewicht?! Soweit kommt’s noch, da könnte Harrison Ford ja mal zeigen, dass er auch noch was anderes kann. :O

    An sich reizt micht ja das Konzept schon, aber ist wohl doch eher ein Videothekkandidat.

  2. 2 Dos Corazones August 7, 2011 um 5:34 pm

    Mal schauen, der Film wird ja auch im Laufe des Fantasy Filmfests gezeigt. Vielleicht löse ich ja diese Kinokarte…

    • 3 maloney8032 August 7, 2011 um 5:43 pm

      @Laosüü: ja aber irgendiwe kann ihn mir auchn icht als arschloch vorstellen..höchstens er erschiesst mal absichtlich ein paar Aliens 😉

      @Dos: Fanatsy Filmfest? Der hat doch gar nix mit fantasy am Hut 😛

  3. 4 spanksen August 7, 2011 um 5:46 pm

    Werd mir den auf alle Fälle anschauen

  4. 5 donpozuelo August 8, 2011 um 7:04 am

    😀 Ich freu mich auch schon irgendwie auf den Film. Nachdem ich den Comic gelesen habe, weiß ich, dass ich nicht zu viel erwarten darf. Aber wenn Favreau da dran rumgebastelt hat, könnte es tatsächlich recht amüsant werden.

    Und hey, für Harrison Ford mit Hut gucke ich mir das Ding auch zwei Mal an 😉

  5. 7 donpozuelo August 8, 2011 um 1:53 pm

    So jetzt hab ich den Film auch gesehen wirklich geile Unterhaltung. Etwas mehr Western als Sci-Fi, aber das fand ich gerade irgendwie gut.

  6. 10 vEnoMaZn August 10, 2011 um 11:55 am

    ich finde die kombo cowboy und aliens geht gar nicht :S


  1. 1 Ich hasse Bibbedibabbedi. « Ploppers Wörld Trackback zu August 7, 2011 um 5:49 pm

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