Wir reden über: Pirates of the Caribbean: At World’s End

„Why should I sail with any of you? Four of you tried to kill me in the past. One of you succeeded.“

Was wäre eine Trilogie ohne dritten Film? Nur zwei aufeinanderfolgende Filme! Und so ist nach dem Grosserfolg von Pirates 1 & 2 auch der dritte Film Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt in den Kinos gelandet. Geldmacherei und Effekthascherei könnten jetzt böse Zungen den Studios vorwerfen! Auf den ersten Blick ja doch bei genaueren Hinsehen entdeckt man einen tiefsinnigen Piratenfilm, der mit tollen Dialogen, erneut gereiften Charakteren, einem bombastischen Feuerwerk aus Seeschlachten, Schwertkämpfen und dem Höhepunkt von Jacks Sparrows persönlichem Wahnsinn aufwarten kann.

Story:

Die East India Trading Company, unter dem Kommando von Cutler Beckett, ist  im Besitz des Herzens von Davy Jones gelangt und versucht nun mit der damit ausgeübten Kontrolle über ihn, mit allen möglichen Mitteln die Pitaterie auszurotten, wobei jeder der auch nur im entferntesten etwas mit einem Seeräuber zu tun hat oder hatte, sofort zum Tode verurteilt wird. Um das freie Leben der Piraten auch in Zukunft zu sichern machen sich Will Turner und Elizabeth Swann gemeinsam mit der Voodoopriesterin Tia Dalma und dem von ihr aus dem Totenreich zurückgeholten Hector Barbossa auf, Jack Sparrow aus Davy Jones Locker zu befreien, da dieser einer der neun Piratenfürsten der Welt ist. Diese sollen nun unverzüglich zu einem Treffen zusammenkommen um der Trading Comapy den Krieg zu erklären.

Stil:

Während die Effekte im ersten Teil eher spärlich und im zweiten zwar im Überfluss jedoch nicht im Übermass eingesetzt wurden, strotzt der dritte Film geradezu danach was aber angesicht der Ergebnisse ziemlich verkraftbar ist, da nur schon allein der Abgang von Cutler Beckett ein Augenschmaus für sich ist. Der Grund von Davy Jones Gefängniss erinnert in seiner Surrealität mehr einem Gemälde Salvador Dalís, als an ein Verliess auf dem Meeresboden. Doch dieses soll ja die Hölle für alle Piraten darstellen und was gibt es schlimmeres für einen Seemann als weit und breit kein einziger Tropfen Wasser? Das man auf so viele verschiedene Handlungsorte setze, könnte vielleicht manchen Zuschauer ein bischen verwirrt haben, doch wie gesagt das sind Seemänner, die sind auf Schiffen unterwegs und die segeln nun mal umher und wenn es sie dann noch so coole Locations wie das abgefuckte Singapur oder die Shipwreck Cove zieht, nehme ich die Handlungssprünge noch so gerne in Kauf.

Charaktere:

Ein Punkt denn ich am Film bemängele ist seine Absicht noch möglichst viele Charaktere in den Abschluss der Trilogie hinein zupacken. So war zum Beispiel der Auftritt von Hongkong-Kino Legende Chow Yun-Fat zwar ziemlich cool, brachte der Story selber aber angesichts durch dessen frühen Todes, so gut wie gar nichts und ist daher fast ein wenig verschwendete Kunst, da hätte man auch irgendeinen Schauspieler nehmen können. Ein ganz  klein wenig untervertreten aber bei seinen Auftritten umso schizophrener als vorher schon, ist Johnny Depp in seiner bereits dritten Vorstellung als Jack Sparrow,  so kann man ihn zum Beispiel an Bord der Black Pearl mit einer ganzen Crew aus Abbildern seiner selbst bestaunen. In Orlando Bloom und Keira Knightleys Beziehung scheint es zwar ein wenig zu kriseln, doch dafür überzeugen mich beide mehr als in jeden anderen Film der Reihe vorher, wobei Keira als Piratenkönig allein schon ein wahres Happening ist. Ebenfalls ein wenig in den Hintergrund gerückt ist Davy Jones der durch die Kontrolle von Cutler Beckett mehr zu einem Werkzeug als zu einem agierenden Bösewicht verkam, dafür erfährt man einiges über seine Herkunft und Vergangenheit und darf ihn sogar mal ein paar Sekunden ohne Tentakel im Gesicht bewundern.  Ein grosses Persönliches Highlight war für mich hingegen das erneute Auftauchen, des wiederauferstandenen Käpt’n Hector Barbosssa, gespielt von Geoffrey Rush, der nun mehr einen Rivalen Sparrows anstelle seines Gegenspielers gibt und zum Teil sogar mehr Lacher abkassieren als dieser.

Fazit:

„Pirates of Carribean: At World’s End“ ist ein beinahe gelungener Abschluss einer grossartigen Filmtrilogie. Hätte man sich mehr auf die Story und schon vorhandene Charaktere konzentriert als um jeden Preis das Popcornkinopublikum zufrieden zustellen, wäre der Film sicher noch um einiges besser geworden. Bis vor kurzem war ich ja auch nicht schlüssig ob ich jetzt den zweiten oder dritten Teil der Reihe besser finden soll, doch nachdem ich nun beide hintereinander gesehen gebe ich doch „Dead Man’s Chest“ den Vorrang aus eben oben genannten Gründen.

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8 Responses to “Wir reden über: Pirates of the Caribbean: At World’s End”


  1. 1 graval Mai 22, 2011 um 1:28 pm

    Ich finde es ja fast herzig, wenn du dich nicht als Popcornpublikum bezeichnest. 😛 Aber ja, du hast natürlich schon Recht, der Film war wohl zu sehr auf Action und Bummbumm ausgelegt, und liess Story und die Charaktere ein bisschen gar im Hintergrund, was dann auch der überhastete Heiratsantrag nochmals widerspiegelt 🙂 Aber eben wegen Bummbumm mag ich Pirates und nicht weil die Keira Knightley achso schnüge aussieht.

  2. 2 maloney8032 Mai 22, 2011 um 1:33 pm

    Ich esse ja auch kein Popcorn im Kino 😉 Bummbumm ist schon toll aber man darf es nur nicht übertreiben sonst tun einem nachher die Augen weh…oder die Ohren was bei „Thor“ ja sehr schön demonstriert wurde!

  3. 5 Dr. Borstel Mai 22, 2011 um 4:35 pm

    Man soll ja immer das Positive sehen. Also, dem, was du über Barbossa geschrieben hast, kann ich sogar zustimmen. 😀


  1. 1 Complete: Pirates of the Caribbean I-III « of bastards and dwarves Trackback zu Mai 22, 2011 um 4:32 pm
  2. 2 Wir reden über: The Lone Ranger | The Sweet Nonsense Trackback zu August 9, 2013 um 2:52 pm

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