Wir reden über: Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest

„Let no joyful voice be heard! Let no man look up in the sky with hope! And let these day be cursed by we who ready to wake…the kraken!“

Es ist eine alte Regel in der Filmbranche wenn sich ein Streifen als Goldesel erweist, lässt die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten.  Deshalb war es auch nur eine frage der Zeit wann nach dem Grosserfolg von Fluch der Karibik der zweite Teil erscheinen würde.

Story:

Vor dreizehn Jahren versprach der gute Käpt’n Jack Sparrow dem grausamen Davy Jones für hundert Jahre in dessen Crew zu dienen wenn dieser ihm im Gegenzug sein geliebtes Schiff die Black Pearl vom Meeresgrund holt. Diese Zeit ist nun verstrichen und Jones will von Jack dessen Schuld einfordern, doch jener denkt nicht im Traum daran diese auch einzulösen und versucht zuerst mit der Suche nach Davy Jones Todesruhe mit dessen herausgeschnittenen Herz oder der Beschaffung von hundert ebenbürtiger Seelen sich aus diesem Pakt herauszuwinden. Währenddessen ist auch Will Turner auf der Suche nach Sparrow oder besser gesagt dessen Kompass, der seinen Besitzer nicht nach Norden sondern zum Objekt seiner grössten Begierde führt, um sich und Elizabeth aus der Gefangenschaft von Lord Cutler Beckett und dessen mächtiger East India Trading Company befreien.

Stil:

Schon in den ersten zehn Minuten des Films merkt man, dass dieser einen merklich düsteren Ton als sein Vorgänger anschlägt. Auch wenn die Skelettpiraten aus Teil 1 doch ziemlich gruselig waren, schmälerten die zum Teil noch nicht so stark ausgereiften CGI-Effekte diesen Eindruck zuweilen ziemlich, Davy Jones selbst, seine Crew aus Fischmenschen, ihr Schiff die verfluchte Flying  Dutchman und natürlich der abscheuliche Riesenkrake spielen da schon in einer anderen Liga. War Barbossa in ersten Teil zwar widerwärtig und ungehobelt so merkte man doch, dass immer noch ein Funken Piratenehre in ihm steckte, Davy Jones dagegen ist ein grausamer Tyrann der jeden der sich ihm in den Weg stellt vernichtet und auch nicht davor zurückschreckt Will Turner von seinem eigenen Vater auspeitschen zu lassen. Effekte servierte man dieses mal auch grosszügiger wenn nicht sogar im Überfluss, die Seeschlachten und Angriffe des Kraken wirken ziemlich authentisch auch wenn man weiss, dass kein einziger Tentakel der Bestie jemals die Schiffskulisse berührte. Der Schwertkampf auf dem rollenden Riesenmüllrad in der letzen Hälfte des Films hingegen sah zwar beeindruckend aus aber wer sich ein wenige mit den Gesetzen der Schwerkraft beschäftigt hat weiss, dass dies nie so stattfinden könnte..trotzdem sah es cool aus.

Charaktere:

Dominierte im „Fluch der Karibik“ noch Johnny Depp als Jack Sparrow über allen anderen Charakteren, so ist die Präsenz der Hauptfiguren in der Fortsetzung ziemlich ausgeglichen. Zwar ist Johnny als Jack immer noch in absoluter Hochform und meines Erachtens noch besser als im ersten Teil aber er lässt nun auch den anderen Rollen Platz zum atmen. Orlando Bloom und Keira Knightley merkt man sichtlich an, dass sie in der Zwischenzeit auch in andern Filmen Erfahrung sammeln konnten und ihre Darstellung eines ungleichen Piratenpaares ist um einiges glaubhafter, wobei Knightley auch beweist, dass sie durchaus auch witzig sein kann. Auch wenn  nur seine Stimme und Gesichtsausdrücke für die Figur des Davy Jones verwendet wurden, macht Bill Nighy mehr als nur einen guten Job und schafft es dem Film genau den antagonistischen Gegenpart zu bieten um Jack Sparrow nicht sprichwörtlich allein in der Brandung stehen zu lassen. Die weiteren neuen und zudem sehr interessanten Charaktere, wie die Vodoopriesterin Tia Dalma oder Lord Cutler Beckett kamen dabei aber fast ein wenig zu kurz.

Fazit:

Mit „Pirates of the Caribbean – Dead Man’s Chest“ haben die Macher meiner Meinung nach einen Film geschaffen, der sogar noch besser ist als sein Vorgänger, was zum einen Johnny Depps abermals grandiosen Schauspiel zu verdanken ist, andererseits aber auch durch einen der besten Bösewichte in der jüngeren Filmgeschichte. Da der Film als erster  Teil von zwei zusammenhängenden Fortsetzungen gedreht wurde , bleibt einem am Ende des Films durch einen astreinen Cliffhanger, natürlich fast keine andere Wahl als sich auch den dritten Teil der Reihe anzuschauen, trotzdem kann man den Film ruhig als eigenständiges Werk ansehen das mit grosser Action und viel Witz und Charme daher kommt…deshalb mein Favorit der Reihe!

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2 Responses to “Wir reden über: Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest”


  1. 1 bullion Mai 21, 2011 um 12:08 pm

    Kann ich aus der Erinnerung auch so unterschreiben, müsste die gesamte Reihe jedoch noch einmal nachholen, um sie nach heutigen Gesichtspunkten zu beurteilen.


  1. 1 Complete: Pirates of the Caribbean I-III « of bastards and dwarves Trackback zu Mai 22, 2011 um 4:32 pm

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