Wir reden über: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl

„You are wihout doubt the worst pirate I’ve ever heard of!- But you have heard of me.“

Piratenfilme waren ja in Hollywood lange Zeit verpönt, zu ungehobelt, grob und banal für das so anspruchsvolle Kinopublikum dieser Tage, lieber setzte man auf Weltraumschlachten, sinkende Luxusdampfer oder Weltuntergänge jeglicher Art. Deshalb kann man die Zahl der erfolgreichen Filme über Seeräuber auch nahezu an einer Hand abzählen. Doch dann kamen ein paar findige Schreiberlinge der Traumfabrik auf die glorreiche Idee einen Film basierend auf einer Attraktion aus den Disney-Freizeitparks zu realisieren und et voilà war mit Fluch der Karibik eine der grössten Erfolgsserien der jüngeren Filmgeschichte geboren.

Story:

In der Karibik wird kein Schiff mehr gefürchtet als die legendäre „Black Pearl“ deren gesamte Crew angeblich verflucht sein soll. Nachdem in der mehr oder weniger friedlichen Hafenstadt Port Royal, der berüchtigte Piratenkäpitan Jack Sparrow auftaucht, scheinen sich die Dinge nach und nach zum schlechteren zu wandeln. Nicht nur das in der selben Nacht von Jacks Ankunft die Black Pearl mit ihrer untoten Crew im Hafen von Port Royal auftaucht und sogleich das Feuer auf die Stadt eröffnet. Zur gleichen Zeit wird auch noch Elizabeth, die Tochter des Gouverneurs entführt und soll durch ihre Halskette welches die letze Goldmünze zu einem verfluchten Piratenschatz des spanischen Eroberers Hernán Cortés enthält, welcher der Ursprung für die Verdammung der Piraten ist und nur gebrochen werden kann, wenn alle Goldstücke wieder in ihrer Truhe auf der Isla de Muerta liegen. Jack der früher einmal selbst Kapitän der Pearl war und diese durch eine Meuterei eingebüsst hat, versucht nun sein Schiff wieder zurück zu erobern und schliesst sich mehr oder weniger widerwillig mit dem jungen Schmied Will Turner zusammen, der wiederum unbedingt Elizabeth retten will, um gemeinsam zur Isla de Muerta zu segeln um den Piraten Einhalt zu gebieten.

Stil:

Fluch der Karibik orientiert sich sehr stark an den klassischen Hollywood Actionfilmen und versucht nicht mit übertriebenen Kampf- oder Actionszenen den Film unnötig in die Länge zu ziehen. Lieber setzt man auf authentische Kulissen und Kostüme und die Charakterentwicklung, was zwar nicht bei allen hundertprozentig funktioniert hat, so nehme ich Keira Knightley die Rolle der hilflosen Jungfrau in Not nicht wirklich ab nachdem ich „Bend it like Beckham“ oder „Domino“ gesehen habe, weshalb es mich umso mehr freut wenn sie im späteren Verlauf des Films auch mal selbst zur Klinge greift. Zudem mag ich den Film wahrscheinlich so sehr durch seine diversen Gemeinsamkeiten mit den von mir so angebeteten „Monkey Island“ Spielen. So ist zum Beispiel der berühmte Hund mit dem Schlüssel im Maul aus „Monkey Island 2“ genau so vertreten die gesamte untote Piratenbesatzung an sich, was aber auch daher stammt, dass beide Franchisen von der Disneyattraktion beeinflusst sind wenn auch die eine mehr als die andere.

Charaktere:

Ich bin mal ganz ehrlich ohne Johnny Depp könnte man den Film vergessen, Orlando Bloom versucht zwar sein bestes aber kommt trotzdem nie richtig auf Touren, ausser vielleicht in der Schlussszene als er den Fluch auflöst, wobei hier aber auch wieder Johnny für den dramatischen Höhepunkt sorgt. Ursprünglich war ja Blödelkomödiant Jim Carrey für den Part von Kapitän Sparrow vorgesehen, doch diese Vorstellung ist angesichts Johnny Depps Leistungen in allen „Pirates“ Filmen einfach nur noch lächerlich. Johnnys Performance ist einfach überragend und sein Talent für die Darstellung überzogen schräger befindet sich noch nichtmal auf seinem Höhepunkt. Er selbst sagte ja seine Rolle sei vor allem von Stones Gitarrist Keith Richard und Pepe Le Pew von den Looney Tunes beeinflusst wobei ich letzteren Einfluss beim besten Willen nicht eruieren kann. Als starker Gegenpart versucht ihm Geoffrey Rush als grausamerPiratenkapitän Barbossa entgegen zu wirken dessen Schauspiel zwar ebenso schräg aber bei weitem nicht so dominant ist, dennoch merkt man, dass beiden eine gemeinsame düstere Vergangenheit vorauseilt und sie sich um jeden Preis gegenseitig vernichten wollen.

Fazit:

Es gibt für mich eigentlich keinen Grund „Pirates of the Caribbean“ nicht zu mögen, ausser man mag Johnny Depp, Piraten oder Filme im Allgemeinen nicht dann  ist einem aber eh nicht mehr zu helfen. Storytechnisch ist der erste Teil sicher der beste der Reihe auch wenn sich die Action wie gesagt noch ein wenig in Grenzen hält. Alles ist simpel aber dennoch sehr gut zusammengefügt und man beginnt nie etwas zu hinterfragen oder gar sich zu langweilen. Johnny Depp als Jack Sparrow ist einfach genial und der Rest ist auch toll anzusehen. Ein toller Auftakt für eine noch tollere Filmreihe!

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8 Responses to “Wir reden über: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl”


  1. 1 Dr. Borstel Mai 20, 2011 um 11:00 pm

    Stimmt, ohne Johnny Depp wäre der Film wohl so gefloppt wie frühere Piratenfilme und man hätte das Genre wieder schnell ad acta gelegt. Dass ich den ersten Teil als stärksten der Reihe einschätze, hat demnach auch etwas damit zu tun, dass Depp diesen stärker dominiert, während seine Rolle im schwachen dritten am Kleinsten ausfällt.

  2. 2 bullion Mai 21, 2011 um 11:10 am

    Kann ich so zustimmen. A propos Piratenfilme: Ich kann hier nur immer wieder den gnadenlos gefloppten, aber grandios unterhaltsamen Renny Harlin-Film „Die Piratenbraut“ empfehlen.

  3. 3 maloney8032 Mai 21, 2011 um 12:27 pm

    @Borstel: Ja stimmt schon dass Depp im letzten Teil der kürzesten zieht, dafür gibt es umso mehr Action und Spektakel zu sehen, obwohl ich jetzt den dritten auch nicht favorisiere

    @buillion. „Die Piratenbraut“ kenn ich wirklich noch nicht, klingt aber ziemlich interessant.

  4. 4 Laosüü Mai 23, 2011 um 6:31 pm

    Ich finde es ja sehr drollig, dass du am Anfang das Kinopublikum als „anspruchsvoll“ bezeichnest. 😀


  1. 1 Complete: Pirates of the Caribbean I-III « of bastards and dwarves Trackback zu Mai 20, 2011 um 9:07 pm
  2. 2 Wir reden über: Pirates of Caribbean: Dead Man’s Chest « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Mai 21, 2011 um 11:44 am
  3. 3 Wir reden über: The Lone Ranger | The Sweet Nonsense Trackback zu August 9, 2013 um 2:52 pm

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