Wir reden über: Constantine

„I don’t believe in the devil! – You should. He believes in you!“

Ich bin weder besonders gläubig, bilbeltreu noch gehe in regelmässigen Abständen in die Kirche. Doch sobald sich in einem Film die Mächte des Himmels und Hölle eine epischen Schlacht mit all den ihnen zur Verfügung stehenden Mittel liefern, kann man darauf wetten, dass ich mir diesen früher oder später ziemlich sicher ansehen werde. Ein hervorragendes Beispiel für dies ist die Verfilmung des Vertigo Klassikers „Hellblazers“ Constantine, bei dem nicht nur Keanu Reeves als damönenabschlachtender Exorzist dafür sorgte, dass dieser Thriller zu einem meiner liebsten Filme geworden ist.

Story:

Nach einem fehlgeschlagenen Selbstmordversuch in seiner Kindheit versucht John Constantine sich als Exorzist, das Ticket zum Paradies zurück zu holen, da eine Selbsttötung zwangsläufig immer mit den ewigen Quallen im Höllenfeuer verbunden ist.  Als die Polizistin Angela sich an ihn wendet und ihn bittet, den angeblichen Suizid ihrer Zwillingsschwester Isabel aufzuklären und herauszufinden ob ihre Seele im Himmel oder in der Hölle gelandet ist, gerät der sowieso schon bei den Mächten der Finsternis verhasste Teufelsaustreiber in einem immer tiefer werdenden Sog aus Verschwörungen unter Engeln, Dämonen und sogar dem Antichristen persönlich.

Stil:

 Der Film bedient sich sehr vieler biblischer Motive, allen voran, natürlich wie schon erwähnt, Engeln und Dämonen, wobei diese in zwei Sorten unterteilt werden, jene die unsere Welt betreten können die sogenannten „Half-Breeds“ die auf Erden die Menschen entweder zum guten oder zum bösen bekehren können. Auf der anderen Seite die wahren und echten Boten des Paradieses und der Unterwelt, die eigentlich nicht auf Erden wandeln dürften. Die Darstellung der Engel gefiel mir dabei besonders gut und ist nicht an das klassisch vorherrschende Bild des Seraphim mit strahlenden Flügeln angelehnt, sodern erinnern ihre Schwingen eher an jene von kranken Tauben oder Raben, halt einfach ziemlich dirty.

Charaktere:

Von Keanu Reeves hab ich bisher nur die „Matrix“ Trilogien und „Bram Stoker’s Dracula“ gesehen wobei er in erst genanntem eine cooler aber eindimensionaler Menschheitsretter mimte und in letzterem ein blasses Weichei, deshalb hielten sich meine Erwartung eher in Grenzen. Dennoch konnte er mich als kettenrauchende badassige Exorzistensau ziemlich überzeugen auch wenn einige Dialoge vielleicht ein bisschen zu übertrieben cool waren. Vollends begeistert war ich aber dann zum einen von der Darbietung Tilda Swintons als androgyner Erzengel Gabriel, der/die mir fast mehr Angst, mit seiner/ihrer übertriebenen gesäuselten  Freundlichkeit mehr angst machte als jeder Dämon im Film. Zum anderen von Luzifer himself, verkörpert von Peter Stormare (Prison Brak, The Big Lebowski) der für mich fast einen der awesomsten Fürsten der Finsternis in der ganzen Filmgeschichte spielte.

Fazit:

Für alle Fans von Gotteslästerungen, Bilbelthrillern und Keanu Reeves kann ich „Constantine“ nur wärmstens empfehlen, allen anderen sag ich nur schaut ihn trotzdem den neben der ganzen coolen Action, ist der Film wirklich ein spannender Thriller der mich zeitweise an David Fincher Meisterwerk „Se7en“ erinnerte mit guten Dialogen und  guten Charakteren. Solides gruselskuschelbibel Kino!

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5 Responses to “Wir reden über: Constantine”


  1. 1 Damian Mai 17, 2011 um 1:58 pm

    Ein bisschen unterschätzt der Film. Denke ich jedes Mal wenn ich ihn mir anschaue.

  2. 2 donpozuelo Mai 17, 2011 um 2:53 pm

    Ich gebe dir und Damian Recht: Wirklich ein geiler Film, den viele nicht zu schätzen wissen. Dabei ist doch hier wieder Beweis erbracht worden, dass a) Keanu Reeves auch schauspielern kann, b) dass Comic-Verfilmungen auch Spaß machen können und c) dass Gotteslästerungen okay sind 😉

  3. 4 Nils Mai 17, 2011 um 7:17 pm

    Glaube ich bin einer dieser Personen die diesen Film immernoch unterschätzt selbst nachdem ich ihn gesehen habe! Fande diesen Auftritt nur grade ausreichend für einen Freitag-ProSieben-Abend-Füller mehr leider auch nicht.

  4. 5 Laosüü Mai 20, 2011 um 3:08 pm

    Ich fand den jetzt eher mittelmäßig. Dafür war Peter Stormare als Höllenfürst einfach nur cool.


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