Wir reden über: Up

South America.sIts like America, but south.“

Schlägt man im englischen Langenscheidt das Wort „up“ auf, listet dieser Wörter wie „hinauf“, „herauf“, „aufwärts“ oder „hoch“ auf „Oben“ erscheint ganz am Ende und das auch nur als Präposition, deshalb ist es mir immer noch ein Rätsel wie die deutschen Übersetzer auf so einen Titel kommen konnten. Dem Film tut dies natürlich keinen Abbruch, eher im Gegenteil Pixar hat hier wieder mal seine Position als führendes Animationsstudio in Hollywood verteidigt.

Story:

Der kleine Carl ist ein grosser Fan des berühmten Entdeckers Charles Muntz, als er eines abends nach einem Kinobesuch auf die kleine Ellie trifft, die genauso für Muntz schwärmt wie er und selber gerne Forscherin wäre beginnt ein wunderbare Freundschaft. Jahre später heiraten Ellie und Carl und setzen sich das grosse Ziel eines Tages ein Haus in Südamerika an den Paradies-Fällen zu haben. Die Jahre ziehen ins Land und wie das Leben im halt so ist, blieb dies ein Traum und nachdem Ellie gestorben war, lebt Carl allein in seinem Haus, dass nun eine Grossbaustelle weichen soll. Doch anstelle ins Altersheim zu gehen wie es ihm geraten wird, beschliesst Carl kurzerhand ein paar tausend Luftballons an seinen Haus zu befestigen und damit Richtung Südamerika aufzubrechen um dem langersehnten Traum doch noch zu verwirklichen.

Stil:

Was Disney bei den konventionellen Zeichentrickfilmen  ist, ist Pixar bei den computeranimierten, zwar gehören die beiden mittlerweile zusammen aber Filme wie „Himmel und Huhn“ und „Bolt – Ein Hund für alle Fälle“ bewiesen, dass Dinseys Selbstversuche nur zum scheitern verurteilt sind und nach kochenden Ratten und verliebten Robotern kommt erneut eine völlig einzigartige Geschichte die wie ein klassisches Bilderbuch wirkt, dass für die heutige zeit auf die Leinwand gebannt wurde. Die Komik ist zwar allgegenwärtig aber mehr als jeder andere Film des Studios, setzt Up auch grosse Strecken auf Drama und Tragödie.

Charaktere:

Als ich zum ersten Mal den Trailer sah, empfand ich zwar die Idee des schwebenden Luftballonhauses ziemlich cool aber der alte Mann kam mir ziemlich verbittert rüber. Jetzt da ich den Film gesehen habe, würde ich in seiner Situation wohl genau das gleiche, vorausgesetzt ich hätte ein halbe Million Ballons zu Verfügung und ein Haus Made in America, dass so leicht wie Papier ist :). Bei den menschlichen Figuren musste ich zweifelsohne am meisten über Möchtegern-Pfadfinder Russel lachen, der mich mit seiner Besessenheit vom Riesenvogel „Kevin“ ein wenig an mich selbst als Kind erinnerte der auch immer irgendwelche Tiere nach hause brachte (zwar meistens nur Frösche und Eidechsen aber Tier bleibt Tier). Trotzdem stehlen das dynamische Duo, bestehend aus dem sprechenden Hund Dug (im deutscher Version äusserst passend von Dirk Bach gesprochen) und Kevin allen schon ein bisschen die Schau und der heimliche  Star ist natürlich der verchipmunkte Nazi-Dobermann Alpha.

Fazit:

„Up“ war wie dieses Jahr „Toy Story 3“ 2010 für den Oscar als bester Film nominiert, musste sich dann aber gegen „The Hurt Locker“ geschlagen geben. Da ich nun endlich alle Pixarfilme gesehen habe würde ich Up, wenn ich die Wahl gehabt hätte den Goldman noch vor Toy Story verleihen, da hier ist einfach eine bessere Balance zwischen den Charakteren und der Story herrschte nur schon allein deswegen da „Up“ keine Fortsetzung war und daher keinen solchen Erwartungsdruck hatte.

7 Responses to “Wir reden über: Up”


  1. 1 Nils Mai 6, 2011 um 10:34 am

    Ist ein der besten Animationsfilme! Was ich erstaunlich fand war das die Macher in den ersten Filmminuten mit mehreren großen Zeitsprüngen trotzdem große Emotion erzeugen konnten.

  2. 2 graval Mai 6, 2011 um 11:32 am

    Ehrlich jetzt… Herauf als Filmtitel? Nene, da ist Oben schon noch das kleinste Übel. ^^

  3. 4 bullion Mai 6, 2011 um 12:25 pm

    Ja, „Up“ ist ist wirklich ein fantastischer Animationsfilm. „Toy Story 3“ fand ich in letzter Konsequenz aber noch eine Spur gelungener.

  4. 5 Dr. Borstel Mai 6, 2011 um 3:25 pm

    Über den Titel wundere ich mich auch immer noch. Aber was soll’s, muss ich ja nicht entscheiden. Und der Film selbst gehört jedenfalls zu Pixar’s Besseren.

  5. 6 donpozuelo Mai 6, 2011 um 4:37 pm

    Sehr witziger Film, den ich auch sehr gerne gesehen habe. „Toy Story 3“ habe ich noch nicht gesehen, weiß aber auch ehrlich gesagt nicht, ob ich mir den überhaupt antue.

  6. 7 Damian Mai 10, 2011 um 1:59 pm

    Die Goldmann-Aussage unterstreiche ich.


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