Wir reden über: Samurai Jack

Long ago in a distant land, I, Aku, the shape-shifting Master of Darkness, unleashed an unspeakable evil! But a foolish Samurai warrior wielding a magic sword stepped forth to oppose me. Before the final blow was struck, I tore open a portal in time and flung him into the future, where my evil is law! Now the fool seeks to return to the past, and undo the future that is Aku!“

Mit diesem Monolog startet jede Folge von Samurai Jack, einer Serie die es in sich hat und obwohl  noch nie im deutschsprachigen FreeTV gezeigt, würde ich sie als eine der besten Animationsserien der jüngeren Menschheitsgeschichte bezeichnen.

Story:

Im feudalen Japan erzählt der Kaiser seinem Sohn die Geschichte vom bösen Dämonenherrscher Aku der einst das ganze Land in Angst un Schrecken versetzt hatte und nach einem langen Kampf vom Kaiser verbannt wurde. Doch dieser Friede hält nicht lange, den Akukehrt zurück um Rache an all jenen zu üben die seinem totalen Sieg im Weg standen. Beim Angriff auf den Palast wird der Kaiser gefangen genommen und seine Frau kann nur noch mit ihrem Sohn fliehen. Diesen schickt sie sobald auf eine Trainigsreise um die ganze Welt, bei dem der junge Prinz  bei Shaolin-Mönchen, Afrikanischen Nomaden, wilden Wikingern und sogar bei Robin Hood seine Kampffertigkeiten perfektioniert. Nach dem jahrelangen Training kehrt der Prinz nun als erwachsener Mann zurück in seine Heimat um Aku die Stirn zu bieten und ihn ein für allemal von Angesicht der Erde zu vertreiben. Kurz davor Aku, am Ende eines epischen Kampfes, den Todesstoss zu versetzen, öffnet dieser ein Zeitportal, dass den Prinzen mehere tausend jahre in die Zukunft schickt in der Aku nun der unagefochtene Herrscher der Erde ist. Der Prinz der sich nun „Jack“ nennt muss sich nun in der neuen Welt zurecht finden aber immer mit dem Ziel vor Augen, Aku endgültig zu besiegen und zurück in seine Zeit zu gelangen.

Stil:

Obwohl eine amerikanische Produktion, bedient sich Samurai Jack sehr vieler Elemente der asiatischen, insbesondere der japanischen Kultur. Die ganze Serie orientiert sich natürlich an den alten Samurai Filmen, wie „Die sieben Samurai“ oder „Das Schloss im Spinnwebwald“, deren Geschichten sich ebenfalls um einsame Helden drehen, die nicht nach Ruhm streben, sondern viel mehr für ihre Ehre kämpfen. Der Zeichenstil erinnert sehr an die in  China und Japan besonders populären Tuschezeichnungen. Trotzdem lässt einem die Serie immer wieder wissen, dass man sich in amerikanischem Kultugut befindet, so werden auf die klassischen Cartoons wie „Lonney Tunes“ oder „Tom und Jerry“ genauso Anspielungen gemacht, wie auf die grossen Comics der USA wie „300“ von Frank Miller oder auch Batman. Wer grosse Dialoggefechte erwartet, könnte vielleicht enttäuscht werden, den über weite Strecken lebt alles von den Landschaftsbildern und Kämpfen, doch kommt es einmal zur Konversation ist diese zwar nicht besonders zeitaufreibend, dennoch wird alles klar auf den Punkt gebracht und dass meistens noch mit ausgefallenen Sprüchen als Zugabe.

Charaktere:

Der Hauptcharakter „Jack“ ist zwar ziemlich cool und seine unaufhörliche Suche nach Aku und einem Weg nach Hause berühren einem zeitweise zutieft, zumal der Synchronsprecher Phil LaMarr einen wirklich guten Job macht. Doch der eigentliche Star der Serie ist für mich zweifelsohne Aku. Sein Aussehen allein lässt schon einen breitgefecherten Charakterspielraum offen, den obwohl er mehr einem chinesischen Lampion als eine abgrundtief  bösen Dämon gleicht, kann er einem doch ziemlich Angst einjagen, wobei die Fähigkeit seine Gestalt zu verändern ihm nur „zugute“ kommt. Dennoch wäre er ohne seine Stimme nur halb so genial, diese bekommt er auch herrlich übertiebene At von Makoto „Mako“ Iwamatsu, der vielen auch als Synchronsprecher von Iroh aus „Avatar – the Last Airbender“ bekannt sein könnte und leider viel zu früh verstorben ist.

Fazit:

Etwas vergleichbares wie „Samurai Jack“ gab es meines Wissens auf diese Art noch nicht, die Serie verbindet auf genialste Art verschiedene Kulturstile und Genres miteinander ohne für mich jemals unglaubhaft zu wirken. So sind auch die Schauplätze der einzelnen Episoden genauso unterschiedlich und mal muss sich Jack durch den Wilden Westen kämpfen, während er in einer anderen Folge sich 20.000 Meilen unter dem Meer befindet. Jede Folge funktioniert für sich allein und bedarf im Grunde genommen keinerlei Erklärungen, die Gefahr durch Aku ist allgegenwärtig und sein Einfluss ist immer spürbar. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass die Serie aus unerfindlichen Gründen nie zu einem richtigen Ende gebracht wurde, dass den Sieg über Aku oder zumindest Jack seinen Weg nach nach Hause finden lässt. Dies soll sich laut Gerüchten in absehbarer Zeit mit einen Kinofilm ändern, bei dem unter anderen Erfolgsproduzent J.J. Abrams involviert ist.  Samurai Jack ist etwas eigenes, einzigartiges nicht genau definierbar aber überaus empfehlenswert.

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10 Responses to “Wir reden über: Samurai Jack”


  1. 1 Damian Mai 2, 2011 um 7:51 am

    Per-fucking-fekter Cartoon.

    Sollte ich mir eigentlich mal auf DVD besorgen. Danke fürs Erinnern.

  2. 2 donpozuelo Mai 2, 2011 um 9:41 am

    Kenn ich nicht, aber will ich kennen!!! Klingt sehr, sehr geil!

    • 3 donpozuelo Mai 2, 2011 um 10:12 am

      Frage: Hat der Anfang von „Kung Fu Panda“ eigentlich irgendwas mit dieser Serie zu tun? Das sah ja ziemlich cool aus und wenn ich jetzt so die Bilder sehe, könnte da ja ein Zusammenhang existieren.

      • 4 maloney8032 Mai 2, 2011 um 10:33 am

        Intressant dass du fragst, man geht nämlich davon aus, dass sich die Macher von Kung Mu Panda von Samurai Jack inspirieren lassen haben (steht sogare auf Wikipedia^^)

  3. 5 Lucas Mai 7, 2013 um 5:41 am

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  1. 1 Samurai Jack Monolog « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Januar 28, 2012 um 12:12 am
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