Wir reden über: Spider-Man

„Its you who’s out Gobi! Out of your mind!“

Spider-Man gehört für mich zu den Vertretern der ersten Stunde, der Welle an neuen grossartigen Comicverfilmung, welche kurz vor der Jahrtausendwende los getreten wurde. Da ich immer schon ein grosser Fan des Wandkrabblers war, gehörte der Film damals schon seit seiner Anküdingung zu meinen „Must-see“s.

Story:

Auf Peter Parker würde wohl wie kein anderer die Bezeichnung „Nerd“ passen, er ist der, der in der Schule immer von den Kraftprotzen als Sandsack benutzt wird, den die Mädchen nie beachten und sich lieber mit der Nase in Büchern vertieft, als auch nur auf eine coole Party zu gehen, dazu müsste er aber auch erstmal eingeladen werden. Als seine Klasse einen Ausflug in ein Versuchslabor für Spinnenforschung macht, wird Peter versehentlich von einem der achtbeinigen Krabbeltierchen gebissen. Bald darauf beginnt Peter Veränderungen an sich zu bemerken, die in einem Ohnmachtsanfall gipfeln, bei dem er aus dessen Erwachen plötzlich wie Arnold Schwarzenegger im Miniformat daherkommt und dann noch ganz nebenbei Wände hochkrabblen und Spinnennetze aus dem Handgelenk versprühen kann. Da er sich endlich ein Herz fassen will und seine ewig angebetete Mitschülerin Mary Jane Watson beeindrucken will, beschliesst er sich ein Auto zu kaufen. Dazu braucht es aber bekanntlich Geld und dies will er mit Wrestling verdienen. Mit dem Kampfnamen „Spider-Man“ tritt Peter gegen den ungeschlagenen Champion „Bonesaw“ an welchen er auch dank seiner
Spinnenkräfte ohne weitere Probleme überwältigen kann. Jedoch wird ihm ein Grossteil des Preisgeldes verwehrt, da er angeblich nicht die gesamte Zeit im Ring stand. Als ein Dieb daraufhin die Geldausgabe überfällt weigert sich Peter diesen aus Rache aufzuhalten und lässt ihn entkommen. Ein schwerer Fehler wie sich später herausstellt, da der besagte Dieb kurze Zeit später Peters Onkel erschiesst. Er beschliesst von nun an seine Kräfte für das Gute einzusetzen und fortan als Spiderman gegen das Verbrechen zu kämpfen. In Gestalt des Grünen Kobolds, dem Vater von Peters besten Freundes Harry, der durch ein fehlgeschlagenes Experiment wahnsinnig geworden ist, muss sich Spiderman auch bald seinem ersten ebenbürtigen Gegner stellen. 

Stil:

„Spider-Man“ erschien noch vor Filmen wie „The Dark Knight“ oder „Kick Ass“ und besticht daher weder durch eine besonders komplexe Story, tiefgründige Charaktere oder schwarzen Humor, was aber verzeihlich ist, da er wie gesagt sozusagen den Grundstein für eine neue Generation legte und noch viele Kinderkrankheiten auszumerzen hatte. Was die Effekte angeht spielte der Film auch nicht in der höchsten Liga mit, da man stellenweise eher das Gefühl hat man befände sich in einem Computerspiel als in einem Kinofilm. Für mich völlig unbestritten ist jedoch das Design von Spidermans Kostüm, das gelinde gesagt einfach „Genial“ ist. War es im Comic und in der Fernsehserie nie richtig ersichtlich aus was der Anzug eigentlich bestand, sieht man im Film ein hautenges Kostüm, welches aber niemals lächerlich aussieht, mit einem Relief aus Spinnweben überzogen die den ganzen einfach einen völlig neuen Touch verliehen und ich bezweifle dass jemals wieder SO ein Kostüm auf der Leinwand zu sehen sein wird. Leider wurde aber nie richtig geklärt wie ein Schuljunge ohne jegliche textilverarbeitende Vorkenntnisse ein solch aufwändiges Kostüm herstellen konnte. Der Grüne Kobold dagegen sah eher aus als hätte man seine Rüstung von „Batman und Robin“ recycelt und mit grünen Lack überzogen.

Charaktere:

Wie schon erwähnt kann man den Film nicht gerade für die Tiefgründigkeit seiner Charaktere auszeichnen, dennoch kann man sich vor allem mit Peter identifizieren oder wer hat nicht schon mal davon geträumt plötzlich mit Superkräften aufzuwachen und dann den Schlägertypen dieser Welt ordentlich den Arsch zu versohlen. Neben seiner Verwandlung zum Superhelden ist die Beziehung zwischen Peter und Mary Jane ein zentrales Element des Films, dass aber für mich bis auf ein paar schmachtende Blicke und ein, zwei tiefgründige Unterhaltungen nie so richtig in Fahrt kam, zumal man zur damaligen Zeit gar noch nicht wusste ob eine Fortsetzung gedreht wird oder nicht. Auch nicht ganz für mich nachvollziehbar sind die Kämpfe zwischen Spiderman und dem Kobold wobei ich generell das Motiv für dessen Verbrechen ein bisschen vermisse, oder was bringt einen Besitzer einer Millionen-Dollar-Firma dazu sich in ein grünes Kostüm zu werfen und auf einem Gleiter wahllos Leute abzuschlachten?

Fazit:

Spiderman ist für eine Comicverfilmung nicht schlecht geraten, kann aber mit denen von Heutzutage sicher nicht mehr mithalten, zumindest was die Story betrifft. Die Effekte sind gut aber auch nicht überragend und jeder Schauspieler ausser vielleicht Tobey Maguire könnte problemlos ausgetauscht werden. Dennoch legte der Film dank seines enormen Erfolges den Grundstein für grossartige spätere Comicbuchadaptionen wie „The Dark Knight“ „Iron-Man“ „Kick Ass“ oder „Scott Pilgrim“.

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10 Responses to “Wir reden über: Spider-Man”


  1. 1 Damian März 1, 2011 um 3:09 pm

    Also die Effekte waren dazumal schon ziemlich state of the art. Zumindest im ersten Teil. Die neueren haben sich dann einfach diesbezüglich kaum weiterentwickelt und wurden eingeholt.

    Ansonsten: Cooles Resümee, gut geschrieben.

  2. 2 maloney8032 März 1, 2011 um 3:22 pm

    Ja aber eben nur für die damalige Zeit 😀 und vielen dank ist immer wieder schön von dir Komplimente zu hören 😀

  3. 3 donpozuelo März 1, 2011 um 3:30 pm

    Ach, „Spider-Man“… könnte ich auch mal wieder schauen. Mit dem Artikel geb ich dir Recht. Nach den ganzen Superhelden-Filmen ist „Spider-Man“ doch recht einfach gestrickt. Aber für dürfen ja auch nicht vergessen, dass es ein Sam-Raimi-Film ist: die sind immer einfach, dafür aber gut. 😉

  4. 4 graval März 1, 2011 um 8:24 pm

    „und jeder Schauspieler ausser vielleicht Tobey Maguire könnte problemlos ausgetauscht werden.“

    Geraaaaaade der Tobey, würd ich eher sagen, gerade der 🙂

  5. 8 Dr. Borstel März 2, 2011 um 2:36 pm

    Naja, Tobey Maguire tut schon sein Bestes, um das tendenziell unterdurchschnittliche, weil doch sehr klischeedurchwirkte Drehbuch zu retten. Klappt bedingt. Der Film ist keine komplette Gurke, der große Sprung ist er aber auch nicht, und das gilt ebenso für den Nachfolger, weswegen ich mir vom Reboot auch nicht die Welt erhoffe. Besser als Teil 3 wird’s aber allemal.


  1. 1 Wir reden über: Spider-Man 2 « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Mai 31, 2012 um 6:02 pm
  2. 2 Wir reden über: Gangster Squad « Jason Auric – Sweet Nonsense Trackback zu Januar 26, 2013 um 1:08 pm

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