Wir reden über: The Spectacular Spider-Man

Von der Spiderman Fernsehserie in den 90er habe ich keine einzige Folge verpasst und wartete nach deren Ende sehnsüchtig auf eine neue gelungene Serie über die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft. Ich musste schliesslich aber bis letztes Jahr warten als mit The Spectacular Spiderman endlich wieder neue Abenteuer, die es wert waren gesehen zu werden, über den Fernsehbildschirm flimmerten.

Story:

Seit Peter Parker von eine genveränderten Superspinne gebissen wurde, ist sein Leben nie mehr so wie vorher. In einem rotblauen Anzug zieht er fortan als Spiderman los um gegen das Verbrechen in New York City zu kämpfen. Neben ganz „gewöhnlichen“ Gesetzesbrechern muss sich Spidey aber auch mit Superkriminellen wie dem Grünen Kobold oder Doktor Oktopus herumschlagen, die ihm sein Leben als Superheld nicht gerade leichter machen. Wäre das alles nicht schon anstrengend genug, erwartet Peter in der High School das alltägliche Chaos als Prügelknabe von Quarterback der Football Mannschaft und den Gefühlswirren um die drei Schülerinnen Gwen Stacy, Mary Jane Watson und Liz Allen.

Stil:

Die ganze Serie besteht aus zwei Staffeln die sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Die erste Staffel setzt kurz nach dem Laborunfall ein, nachdem Peter seine Superkräfte erhalten hat. Die meisten Menschen halten Spiderman noch für einen Mythos und fangen erst mit der Zeit an seine Taten zu würdigen. Auch die meisten Superschurken wie Venom oder der Sandman, tauchen erst nach und nach auf, wobei ihnen immer eine Episode gewidmet ist, die deren Ursprung erklärt. In der zweiten Staffel liegt der Schwerpunkt fast mehr auf Peters Privatleben welches durch seine zweite Identität immer mehr zu leiden beginnt. Der Zeichenstil wirkt sehr animehaft, dadurch ist die Serie aber gerade für mich sehr ansprechend und intressant. Viele Details wie das Design von Doktor Oktopus übernahm man aus der efolgreichen Filmreihe über Spiderman von Sam Raimi. Ebenfalls sind die Charaktere zum Teil sehr jung als Schüler im Alter von 15 bis 16 Jahren dargestellt, während im Comic Peter schon längst erwachsen geworden ist. Das eingängige Lied der Titelsequenz wurde von der amerikanischen Band „The Tender Box“ performt

Charaktere: 

Was mir vor allem an „The Spectacular Spider-Man“ auffällt ist, dass Peter in beinahe jeder Situation, sei er nun beim Wandkrabbeln oder beim Kampf mit einem Superschurken, immer wieder einen flotten Spruch auf den Lippen hat, was zum Teil recht unglaubwürdig gewesen ist oder wer hat schon in Todesgefahr Zeit sich so etwas auszudenken? Dennoch ist es, weil die Serie ja ursprünglich für ein jüngeres Publikum konzipiert wurde, verzeihlich, da die Tragik auch nicht gerade zu kurz kommt. Wie vielleicht kein anderer Ableger der Spiderman-Franchise zuvor fokussiert sich der Blick auch sehr stark auf das Umfeld von Peter Parker und das beschränkt sich nicht nur auf seine engsten Freunde Norman Osborn, Gwen Stacy oder Mary Jane Watson, die meiner Meinung nach fast zu kurz kam.

Fazit:

Die Serie hat am Anfang eine grosse Schwachstelle; sie setzt erst nach der „Geburt“ von Spiderman ein was es Neueinsteigern  schwer macht die Hintergründe für Peters Handeln zu begreifen. Durch diverse Rückblenden werden diese Mängel aber ausgeräumt und auch Neulinge können sich mit dem kostümierten Wandkrabbler identifizieren. Durch den starken Fokus auch auf Spidermans normales“ Leben gewinnt man die Sendung Glaubwürdigkeit und tiefe und machen sie trotz einiger kleiner negativ Punkte, auch für ein älteres Publikum ansprechend.

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4 Responses to “Wir reden über: The Spectacular Spider-Man”


  1. 1 Lichtschwert Februar 23, 2011 um 5:33 pm

    Die flotten Sprüche machen gerade das Besondere an der Serie aus, finde ich. Ohne diese ist sie in meinen Augen ein billiger Abklatsch der Filme, die die Kontinuität irgendwie gewaltig ins Wanken bringt und den Mythos und das Besondere von Superschurken durch deren Überbesetzung zunichte macht.
    Was mich noch ein klein wenig stört, ist, dass Peter Parker der einzige ist, der die deutsche Synchronstimme der Filme behalten hat. Aber okay …

    Die Serie läuft ja meistens vor The Clone Wars, da schaue ich sie ganz gerne als Einleitung zu TCW. 🙂

    • 2 maloney8032 Februar 23, 2011 um 8:10 pm

      Punkt 1. Ja ich meinte einfach dass sie manchmal fast zu gezwungen wirken aber im grossen und ganzen hast du schon recht, sie machen den Charme der Serie erst aus.
      Punkt 2. Die Synchronisation finde ich eigentlich sehr gelungen, könnte auch sein das Marius Clarén (der Synchronsprecher von Spiderman) rein zufällig ihm wieder seine Stimme leiht und überhaupt sind im englischen Orginal ja auch nicht die Schauspieler aus den Filmen die synchronisieren. 😛

  2. 3 Celina Februar 25, 2011 um 2:52 pm

    Ich muss sagen, mein Ding ist diese neue Serie nicht. Ich bin normalerweise nicht so, dass ich Neuausgaben von etwas nicht mag. Im Gegenteil, ich mochte die Neufassung von X-Men und Fantastic Four, aber hier spricht es mich einfach nicht an. Was auch zum Teil am Stil liegt. Dieser Animeorientierte Stil… der ist mir irgendwie zu „niedlich“ für Spiderman. Überhaupt, Animestil aus Amerika hat für mich bisher nur bei „Avatar – Herr der Elemente“ funktioniert. Spiderman an sich ist mir dort auch irgendwie zu dürr und schwächlich. Klar, Peter war nie ein muskelbepackter Held, aber wie gesagt, es hat mich einfach nicht angesprochen. Und diese Spinnenweben unter seinen Achseln haben mir dann doch irgendwie den Rest gegeben.


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