Wir reden über: Tron

„Greetings Programms!“

Im Zuge des Erscheinens seines im Moment so hoch gehypten Nachfolgers, beschloss ich mir mal den ersten Teil von Tron anzuschauen.  Ich kannte  den Film eigentlich zuvor nur als Level beim PS2-Spiel „Kingdom Hearts 2“ und konnte mir daher nichts Grosses darunter vorstellen.

Story:

Der junge Progamierer Kevin Flynn entwarf einst für den Softwarekonzern Encom mehrere Computerspiele, die aber von einen seiner Konkurrenten, Edward Dillinger gestohlen wurden und diese als seine eigene Erfindungen ausgab und dadurch zum Konzernchef von Encom aufstieg. Flynn ist seither nur noch Betreiber einer kleinen Spielhölle und versucht fieberhaft mit selbst kreierten Spionageprogrammen, an Beweise heran zukommen die ihm seinen Ruf und seine Ehre wieder herstellen können. Das ganze System von Encom wird aber vom allmächtigen Master Controll Programm (MPC) abgeschirmt und jedes Programm dass auch nur einen Fehltritt begeht wird entweder gelöscht oder umgepolt. Bei einem nächtlichen Einbruch bei Encom wird Flynn von einem Datenlaser digitalisiert und dadurch in die virtuelle Welt geschleudert. Dort angekommen wird er fälschlicherweise für ein Programm gehalten und zu Kämpfen mit anderen Programmen gezwungen, anstatt sie zu besiegen verbündet es sich mit zwei von ihnen TRON und RAM und beschliessen gemeinsam dass MPC auszuschalten um so an die Beweise für Dillingers Betrug zu kommen.

Stil:

Zur damaligen Zeit war das Einsetzten von Computer generierten Effekten ein totales Novum, Disney musste sich gar an eine Spezialfirma wenden um diese überhaupt herstellen zu können. Reine CGI Effekte nehmen aber gerade mal zwanzig Minuten der gesamten Laufzeit ein, die restlichen Effekte wurden mittels eines speziellen Balcklite Verfahrens realisiert. Wenn man die heutigen Möglichkeiten der Technik kennt, wirkt natürlich alles ziemlich statisch und unecht, dennoch war der Film zur damaligen Zeit ein Meilenstein, was ihm aber wahrscheinlich auch zum Verhängnis wurde. Computer gehörten damals noch nicht in dem Ausmass zum Alltagsleben wie heute, die Komplexität eines Computerprogramms wurde zwar sehr einfach im Film dargestellt aber bei der breiten Masse kam das einfach nicht an.

 Charaktere:

Ich hab bis jetzt genau drei Filme mit Jeff Bridges gesehen: „The Big Lebowski“, „Iron Man“ und „The Man Who Stares At Goats“ ich konnte ihn mir eigentlich gar nicht ohne seinen markanten Bart vorstellen, dennoch fand ich die Figur des Kevin Flynn eigentlich noch ziemlich sympathisch. Er findet sich dann doch allzu schnell ziemlich gut zurecht im Cybespace und scheint keine Probleme mit Laserdiskkämpfen und Lichtrad rennen zu haben. Tron und Ram machten ebenfalls auch noch eine gute Figur als Gefährten. Das Master Controll Prgramm und sein Handlanger Sark vermochten bei mir aber keine grossen Emotionen wecken, es erinnerte mich eher an einen seichten Abklatsch von HAL aus „2001: A Space Odysey“ mit weitaus weniger Kontrolle über die ganzen Figuren. Aus der kleinen Dreiecksbeziehung zwischen Flynn, Yori und Tron die als Randstory fungiert wurde ich aus nicht ganz schlau zumal man daraus etwas mehr hätte machen können und den Plot mehr Tiefe verleihen hätte können, einzig beim vermeintlichen Tod von Tron drückte ein klein wenig Tragik durch.

Fazit:

Storytechnisch ist der Film kein grosser Wurf, besonders nicht in der heutigen Zeit wo das Thema Cyberspionage im Zusammenhang mit Wikileaks eine noch nie da gewesene Aktualität erreicht hat, auch das alte „Gut gegen Böse“ Spiel wurde nicht sonderlich innovativ gestaltet. Visuell ist der Film für die damaligen Verhältnisse aber wie gesagt ein optisches Feuerwerk, und ebnete den Weg für Filme wie Matrix oder Avatar die ohne diese Effekte gar nicht er realisierbar gewesen wären.

3 Responses to “Wir reden über: Tron”


  1. 1 donpozuelo Februar 7, 2011 um 11:31 am

    Also den Hype um „Tron: Legacy“ kann ich so gar nicht verstehen. Den Hype um „Tron“ schon eher… auch wenn der Film ja erst im Nachhinein zum Kultfilm wurde.

    Ich hatte mir „Tron“ auch vor der Fortsetzung angeguckt und ich finde ja, dass der Film echt viel Charme hat. Sei es wegen der alt wirkenden Effekte, aber die sind einfach geil anzuschauen. Die Story ist zwar wirklich so lala… aber immer noch um Welten besser als die aus dem zweiten Teil.

  2. 3 Julian Februar 10, 2011 um 1:08 am

    Ich habe sogar eine Tron Lampe!!! Mit wechselnder Farbe etc. Ziemlich cooles Teil, werde mal nen Video machen. Interessanter Film – nur etwas gealtert.


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