Wir reden über: Harry Potter and the Chamber of Secrets

„You’re a parselmouth! Why didn’t you tell us?“ – I’m a what?  – You can talk to snakes! – I know. I mean, I accidentally set a python on my cousin Dudley at the zoo once. Once. But so what? I bet loads of people here can do it.“

Borstel hat mich mit seinen in Windeseile dahingeposteten „Harry Potter“ Reviews wieder daran erinnert, dass ich vor dem Filmstart des (vor)letzten Teils auch noch alle Filme des bebrillten Zauberlehrlings revuepassieren wollte. Dies habe ich nun nicht geschafft und darum lasse ich mir jetzt ein bisschen Zeit und hoffe, dass ich spätestens bis zum Anlaufen des allerletzten Streichs alle durchgebracht habe ^^.

Harry Potter und die Kammer des Schreckens war wahrscheinlich der Film der Reihe den ich definitiv am sehnlichsten erwartet habe, da das Buch für mich zur damaligen Zeit definitiv das beste der Reihe war.

Story:

Harry hat das erste aufregende Jahr an der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei hinter sich und kann es wahrscheinlich als einziges Kind der Welt kaum erwarten, bis die Sommerferien zu Ende sind und er ins neue Schuljahr starten kann. Doch diese Freude wir sofort getrübt als eines Abends ein kleines Wesen, ein sogenannter Hauself, auftaucht und ihm nahelegt dass er unter keinen Umständen zur Schule zurückkehren darf. Schlimmer noch, der Elf verursacht mit Zauberei, dass Harry der ausserhalb der Schulzeit nicht zaubern darf, beinahe von der Schule fliegt und dazu noch seinen Zug, der ihn nach Hogwarts bringen soll, verpasst. Glücklicherweise ist Harrys bester Freund Ron im Besitz eines magischen, fliegenden Autos, dass ihn dann doch noch zur Schule bringen kann. Kaum dort angekommen beginnen aber seltsame Angriffe auf Schüler nicht rein magischer Abstammung , die Stimmung erheblich zu trüben und schlussendlich wird auch noch Harry für diese verantwortlich gemacht. Um den Spuk ein Ende zu setzten hat Harry nur eine Möglichkeit er muss in die legendäre Kammer des Schreckens und sich seinem schlimmsten Feind Voldemort erneut stellen.

Stil:

Beim Film führte wie im ersten Teil schon der Amerikaner Chris Columbus Regie, dessen Stil, der sicher durch die Zusammenarbeit mit Kollege Steven Spielberg geprägt ist, auch wieder klar im Film zu erkennen ist.  Dennoch ist der Film diesmal düsterer geworden, denn nur schon die Tatsache , dass ein beinaheschülermordendes Etwas in Hogwarts umher schleicht macht die ganze Sache doch ziemlich makaber. Trotzdem überwiegen immer noch die für den ersten Film so typischen Hogwartsimpressionen mit animierten Wandgemälden und sich selbst verschiebende Treppen à la M.C. Escher, was ihm dann doch eindeutig den Stempel eines Kinder- und Familenfilms aufdrückt. Die Spezialeffekte haben sich zwar seit dem ersten Film merklich gebessert, doch bei einer Riesen-Möchtegern-Muppets Spinne kann sich bei mir dennoch keine Gänsehaut entwickeln, was beim Basilisk dann doch schon eher der Fall war. Auch die Flugszenen auf den Besen beim Quidditch konnten auf weiten Strecken überzeugen, dennoch erreicht der Film in diesem Bereich kein Hollywood-Niveau, wenn man bedenkt was zur damaligen Zeit computertechnisch schon alles möglich war.

Charakterentwicklung:

Im ersten Teil tauchte Harry sprichwörtlich in eine völlig neue Welt ein und hatte daher überhaupt keinen Durchblick und Ahnung was auf ihn zukam. Jetzt hat er sich teilweise schon ein wenig an den Wahn- und Unsinn in der Zauberwelt gewöhnt und lässt sich nicht mehr so leicht Überraschen. Doch tauchen fliegende Autos, Monsterspinnen und sprechenden Riesenschlangen auf, guckt der gute Zauberlehrling immer noch ein bisschen doof aus der Wäsche. Ron und Hermine tapsen ihm immer noch brav hinterher, auch wenn die gute Hermine doch immer öfters selbst den Ton angibt, so zum Beispiel wenn es darum geht einen gestaltsverändernden Zaubertrank zu brauen. Ron hingegen tritt einfach immer noch viel zu wenig in Aktion und ist für mich im Film nicht mehr als ein Comic Relief und Sprüchelieferant an der Seite vom immer noch etwas zaghaften aber doch federführenden Harry und der herrischen Hermine.

Fazit:

 Zur damaligen Zeit für mich wirklich ein filmisches Highlight. Heute betrachtet ist es nach dem ersten, der schwächste Teil der Reihe, was grösstenteils auch auf die Effekte, die immer noch zu sehr an Fernsehadaptionen eines Gebrüder Grimm Märchens erinnern, zurückzuführen ist, aber auch schauspielerisch kommt das hauptsächlich aus immer noch sehr jungen Schauspielern bestehende Team, nicht so recht auf Touren, einzig Alan Rickman als Snape und  Kenneth Branagh als  Gilderoy Lockhart können überzeugen. Gutes Familienkino mehr aber dann auch nicht.

1 Response to “Wir reden über: Harry Potter and the Chamber of Secrets”


  1. 1 Dr. Borstel November 25, 2010 um 7:59 pm

    Besser als der erste Teil war er, meiner Meinung nach auch besser als die ersten beiden Yates-Filme, weil „Chamber of Secrets“ immerhin noch als eigenständiger Film funktioniert, ohne dass sich dabei Logiklücken auftun und der Film vor lauter Inhalt aus allen Nähten passt. Ich bin natürlich nicht mehr Zielpublikum, aber unterm Strich unterhält er doch durchaus ordentlich, auch wenn, wie du schon schriebst, die SFX längst nicht auf der Höhe der Zeit waren, man denke nur an „Lord of the Rings“.


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