Zoo-Flash – Zoo Test Special

 

Der Schweizer Tieschutz STS hat wie in den letzten Jahren die wichtigsten zoologischen Einrichtungen der Schweiz auf ihre Tiehaltungen überprüft und daraus einen wissenschaftlich fundierten Bericht erstellt der den Zoos aufzeigen wo die Stärken und Schwächen in ihren Anlagen liegen umso eine optimale Arterhaltung zu garantieren. Hier möchte ich euch Zusammenfassung präsentieren. 

Bärenpark Bern

Der neue im Jahr 2009 eröffnete Bärenpark wurde in allen Punkten ausserordentlich vom STS gelobt. Ein naturnah gestaltetes Rückzugsgebiet, mit Wasserläufen, Höhlen und naturnaher Bepflanzung, für die Berner Braunbären sei geschaffen worden, das auch für die Stadt Bern ein grosse Gewinn sei. 

Connyland, Lipperswil 

Das Connyland ist kein reiner Tierpark , sondern auch ein Vergnügungspark deshalb bieten die meisten Tierarten hier auch dem Publikum regelmässig Showeinlagen, welche nicht immer unbedingt einer artgemässen Beschäftigung entsprechen. Ebenfalls negativ bewertet wurden die  zu kleinen Becken der Seelöwen und Delfine, die in keinster Form die Bedürfnisse, der ans offene Meer gewöhnten Tiere, befriedigen.

Knies Kinderzoo, Rapperswil

Gross gelobt wurden die verschiedenen Gemeinschaftsanlagen die der Zoo unterhält, so zum Beispiel für Erdmännchen und Fuchsmangusten, Totenkopfaffen und Goldagutis oder für Giraffen und Steppenzebras. Kritsiert wurden dagegen die trotz Umbau immer noch zu kleine Elefantenanlage und die Seelöwenhaltung die aber in naher Zukunft neu konzipiert werden soll.

Papiliorama Swiss Tropical Gardens, Kerzers

Das Papiliorama und das ihm angeschlossene Nocturama sind ein Spezialzoo der sich vor allem auf Schmetterlinge, Falter und Nachtaktive Tierarten spezialisiert hat. Zwei grosse Tropenhaus-Kuppeln bilden das Zentrum des Zoos, im Papiliorama können Schmetterlinge und diverse Vögel artgemäss völlig ohne Gitter frei fliegen, während im Nocturama der Tag- und Nachtrythmus der Tiere umgekehrt wurde, so dass sie sich bei Tage bei künstlichem Vollmondlicht unter den Augen der Besucher aktiv sind.

Parc Zoologique et Vivarium du Bois de Petit Château, La Chaux-de-Fonds

Der Zoo der Stadt La Chaux-de-Fonds ist zusammen mit dem ihm angegliederten Vivarium und dem Naturhistorischen Museum eine städtische Institution.  Der Park hat, obwohl er in einem Waldgebiet liegt, wenig  Platz für Eweiterungen zur Verfügung, trotzdem sind die meisten Tiergehege grosszügig gestaltet, wie die von Fuchs, Rothirsch oder auch der Streichelzoo. Es gibt aber auch nicht ganz artgemässe Anlagen, wie die von Braunbär und Fischotter, welche zu wenig strukturiert und zu klein sind oder das Vivarium das zu viele Arten auf kleinen Raum beherbergt.

Plättli Zoo, Frauenfeld

Nicht sehr gute Noten bekam der Plättli Zoo in Frauenfeld, der in letzter Zeit Schlagzeilen mit entlaufenen Berberaffen machte. Besonders die Gehege für Grosstiere wie Löwen, Tiger und Schimpansen wurden kritisiert, die zwar neu sind  aber keineswegs eine Verbesserung in der Artenhaltung darstellen.

Tierpark Dählhölzli, Bern

Das Motto des Berner Tierparks lautet seit einiger Zeit „Mehr Platz für weniger Tiere“ daher wurden in den letzen Jahren kontinuierlich neue Anlagen erstellt, die dem Wohl der Tiere entsprechen. Besonders hervorzuheben sind die anlage für Papageientaucher, welche der Tierpark als einziger Zoo im ganzen deutschsprachigen Raum präsentiert, der Wisentwald, wo Wisente in einem riesigem Stück Wald völlig naturnah leben können, oder die Seehundanlage welche die grösste ihrer Art in der Schweiz ist. Einzig die Haltung der Humboldtpinguine wurde bemängelt , welche aber in absehbarer Zeit aufgelöst wird.

Natur- und Tierpark Goldau

Der im einen ehemaligen Felssturzgebiet gelegene „Zoo der Zentralschweiz“ zeigt vor allem europäische Tierarten in grosszügigen, naturnahen Gehegen. Besonders gelobt wurde die neue zwei Hektaren grosse Gemeinschaftsanlage für Wölfe und Bären, welche durch ihre natürliche Bepflanzung und die vielen Rückzugsgebiete den beiden Tierarten einerseits die Möglichkeit  bietet sich aus dem Weg zu gehen aber auch sich den Augen der Besucher zu entziehen. Was zwar für den Besucher grosse eine Attraktion ist aber vom Tierschutz als nicht artgemäss bezeichnet wurde,  ist die Begegnungszone von Mensch, Damhirsch und Mufflon, wo die Besucher die Tiere mit vom Tierpark zur Verfügung gestellten Futter füttern dürfen.  

Tier- und Erlebniszoo Seeteufel, Studen

Vor einigen Jahren zeigte, der aus einem Meeresaquarium eines begeisterten Sportanglers, herrvorgegange Zoo noch seltene aber für einen Kleinzoo äusserst schwer zu haltende Arten wie Kragenbären, Orang-Utans, Sunda-Gaviale oder Gibbons. In den letzten Jahren wandelte sich der Park aber immer mehr zum Familien-Freizeitpark mit Streichelzoo und die grossen Tiere wurden durch weniger aufwändige Tierarten, wie Nasenbär, Katta, Zwergotter oder Brillenkaiman ersetzt, welchen  jetzt allesamt grosszügige Platzverhältnisse zur Verfügung stehen.

Walter Zoo, Gossau

Der grösste Privatzoo der Schweiz ist seit Jahren bemüht seinen Tieren optimale Haltungsbedigungen zu bieten, besonders mit der vor einigen Jahren erbauten Schimpansenanlage wurde dieses Ziel noch weiter unterstrichen. In jüngerer Zeit sind vor allen die neue Tigeranlage positiv aufgefallen und mit der Ambition den Löwen eine grösseres Zuhause zu bieten und den Park um drei Hektaren bei gleich bleibender Artenzahl  zu erweitern, wird der Zoo den Ansprüchen des Tierschutzes sicher gerecht.

Wildpark Langenberg, Langnau a. A.

Man könnte diesen Zoo ruhig als besten der Schweiz bezeichnen, da der Tierschutz hier kein Beispiel von schlechter Tierhaltung entdeckt hat. Die Tiere leben in äusserst weitläufigen Anlagen, die zum Teil auch begehbar sind, meistens sind es grosse Waldstücke die gar nicht gross verändert um den Tieren einen optimalen Lebensraum zu bieten. Besonders gelobt wurde das 11 000 m² grosse Gehege für Braunbären oder die Anlage für Luchs und Wildkatze die allesamt Dimensionen erreichen die keinem anderen Tierpark der Schweiz zur Verfügung stehen. 

Zoo Basel

Der Basler Zolli verbesserte in den letzen Jahren seine Tierhaltung stetig, obwohl er ein grosses Problem hat, er ist komplett von urbanem Raum umgeben und hat daher kaum Möglichkeit sich auszuweiten, einzig der Parkplatz und einige Flecken Wald in der Nähe des Zoogeländes könnten in naher Zukunft vom Tiergarten in Anspruch genommen werden. Der Tierschutz lobte unter anderem besonders das Etoscha-Haus, ein Gebäude welches den Nahrungskreislauf der afrikanischen Savanne lebensecht nachstellt, hier leben Erdmännchen, Stachelschweine, Geparden, Löwen und Krokodile in grosszügigen Anlagen wo vorher ein steriles Raubtierhaus stand. Negativ bewertet wurden das Elefanten-  und  das Antilopenhaus, welche ihre besten Tage schon lange hinter sich gebracht haben. Im nächsten Jahr soll ausserdem eine neue Anlage für Menschenaffen auf dem Gelände des ehemaligen Bärengrabens entstehen. 

Zoo de Servion

Der grösste Zoo der Romandie, fällt besonders durch seinen interessanten Tierbestand auf, der sich vor allem auf Raubtiere, Affen  und Tierarten der nördlichen Breiten spezialisiert hat. Daher fiel auch bei den meisten Gehegen das Urteil zugunsten des Zoos aus, wie beim Affenhaus, den Wolfsgehege und der Bisonanlage. Doch einige Teile des Parks müssen trotzdem dem neusten Stand der Tierhaltung angepasst werden, so dass Tigergehege, dass für die Tiere die oft ausgiebige Streifzüge unternehmen einfach zu klein ist. 

Zoo Zürich

Der Zürcher Zoo ist einer der führenden Zoos in Europa und hat mit Anlagen wie der Masolala Regenwald- Halle die ein exakter Ausschnitt des Regenwaldes auf der Masoala Halbinsel in Madagaskar ist, bewiesen das den Zoos in Sachen Gehegegestaltung beinahe keine Grenzen gesetzt sind. Auch die neuen Anlagen für Löwen, Tiger oder Brillebären wurden als wegbereitend in der Tierhaltung bezeichnet. Dennoch gibt es auch im Zoo auf dem Zürichberg noch einiges zu tun, so ist vor allem die Anlagen für Asiatische Elefanten nicht mehr zeitgemäss, doch schon in ein paar Jahren soll für die grauen Riesen ein zehnmal grösserer Gehege erstellt werden bei dem sich die Besucher, dank eines grossen Unterwasserschaufenster am täglichen Bad der Dickhäuter erfreuen können.  Ebenfalls für die Zukunft geplant sind grössere Anlagen für Menschenaffen, Pinguine und eine grosse Savanne in der nach über 50 Jahren wieder Giraffen auf dem Zürichberg zu sehen sind.

 

Vollständiger Zoobericht

Quellen: STS

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