
“Pushing Daisies” heisst grob übersetzt “Sich die Radieschen von unten ansehen” und das trifft so ziemlich den Kern der Serie, den es um den Tod, genauer gesagt um jemanden der Tote wieder ins Leben zurückholen kann. Die Serie wurde von Erfinder von Dead like me, Bryan Fuller, kreiert und war ursprünglich als ein Teil von dieser gedacht, aber durch Differenzen mit dem produzierenden Studio verliess Fuller frühzeitig die Serie. Klopfte aber schon bald bei einem neuen Sender mit der Idee für Pushing Daisies im Gepäck an.
Story:
Der brave Kuchenbäcker Ned hat eine einzigartige Gabe, er kann mit einer Berührung wieder tote Dinge zum Leben erwecken, jedoch muss er zwei Regeln beachten, bleibt das Wiederbelebte länger als eine Minute am Leben, wird ein anderes Leben gleichen Wertes ausgelöscht und berührt man es noch einmal ist das Leben unwiderruflich ausgelöscht. Zusammen mit dem Privatdetektiv Emerson Cod benutzt Ned seine Gabe um Mordopfer, nach ihren Ableben über ihren Mörder zu befragen und so die Lösegelder die auf die Täter ausgesetzt sind einzukassieren. Eines Tages erfährt Ned durch die Nachrichten, das seine Jugendliebe Charlotte Charles genannt Chuck, während einer Kreuzfahrt ermordet wurde, die er natürlich wieder zum Leben erwecken will.nachdem er Chuck aber wieder ins Reich der Lebenden geholt hat und ihre Liebe neu entflammt ist, stellt sich für die beiden nur ein Problem, Ned kann Chuck niemals berühren da er sie sonst wieder verliert und diesmal für immer, desweiteren muss Chuck sich auch vor ihren exzentrischen Tanten verstecken die sie wie eine Tochter aufgezogen haben, und die seit Chucks Tod immer mal wieder Ned Kuchenrestaurant einen Besuch abstatten.
Stil:
Was als erstes auffällt sind die beinahe auf Augenkrebs erregenden-Niveau befindlichen Farbtöne und die surreal anmutenden Locations die, die Serie dominieren und mich sehr stark an Tim Burtons ”fröhliche” Filme wie Big Fish, Charlie and the Chocolate Factory oder seinen neusten Streich Alice im Wonderland erinnern. So haben zum Beispiel die Geschäfte meistens die Form, der darin verkauften Ware angenommen, so ist der Kuchenladen von Ned mit einem überdimensionalen gedeckten Apfelkuchen als Dach ausgestattet. Die einzelnen Episoden sind im grossen und ganzen abgeschlossen und haben als Haupthandlung meistens einen Mordfall den Ned, Emerson und später auch Chuck lösen müssen, geführt wird das ganze durch eine fast schon melodisch klingende Erzählstimme eine Off-Sprechers.
Charaktere:
Genauso bunt wie das Ambiente sind die Charaktere. Neds brave fast zurückhaltende Art steht in direkten Kontrast zu Chuck offener und spritzigter Art, die sie aber paradoxerweise nicht offen ausleben kann. Der heimliche Star der Serie war für mich aber der Privatdetektiv Emerson Cod, den ich mit seiner zynischer und geldgieriger aber dennoch charmanten Art sofort ins Herz geschlossen habe. Zudem sind die vielen Nebencharaktere wie Chucks neurotische Tanten oder die vielen äusserst kreativ Verschiedenen Mordopfer einfach genial.
Fazit:
Pushing Daisies muss man gesehen habe, da durch reines erzählen niemals die genialen Locations oder die oft so brillant geführten Dialoge beschrieben werden können. Ähnliche Serien gibt es wahrscheinlich keine darum kann ich die Serie mit ihrer farbenfrohen und märchenhaften Art nur wärmstens Empfehlen.
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